10.04.2007 | 13:41

„VCÖ-Mobilitätspreis Niederösterreich“ 2007 gestartet

Plank: Bewährtes Instrument, um Thema Mobilität zu aktualisieren

Im NÖ Landhaus in St. Pölten fand heute die Auftaktpressekonferenz zum „Mobilitätspreis Niederösterreich“ 2007 statt. Dieser Preis wird zum dritten Mal vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) gemeinsam mit dem Land Niederösterreich und ÖBB-Postbus vergeben und steht heuer unter dem Motto „stadt.land.mobil“. Bis 30. Juni werden bereits umgesetzte Projekte für eine bessere Mobilität in Stadt und Land gesucht, die von Unternehmen, Gebietskörperschaften, Organisationen, Schulen oder auch Privatpersonen eingereicht werden können. Die Einreichunterlagen sind unter www.vcoe.at bzw. unter der Nummer 01/893 26 97 oder per e-mail an vcoe@vcoe.at erhältlich.

„Der Mobilitätspreis in Niederösterreich stellt ein bewährtes Instrument dar, um das Thema Mobilität immer wieder zu aktualisieren. Wie der Titel ‚stadt.land.mobil’ zeigt, geht es in Zukunft um stärkere Vernetzung. Der Mobilitätspreis soll die diesbezügliche Kreativität fördern“, betonte Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank heute in St. Pölten.

Konkret werden heuer Vorbild-Projekte für kürzere Arbeits- und Einkaufswege sowie für einen klimafreundlichen Transport gesucht. Grundlage für diesen Schwerpunkt ist eine aktuelle Untersuchung des VCÖ, die zeigt, dass die Zahl der PendlerInnen in Niederösterreich von 1991 bis 2006 von 339.000 auf 453.000 und damit um 114.000 Personen bzw. um 34 Prozent gestiegen ist und der Großteil dieser PendlerInnen mit dem Auto zur Arbeit fährt. So benutzen 330.000 PendlerInnen (73 Prozent) ihr eigenes Auto, um zur Arbeit zu kommen, 18.000 PendlerInnen (4 Prozent) fahren in einer Fahrgemeinschaft und 4.500 Personen (1 Prozent) benutzen ihr Moped oder Motorrad. Öffentliche Verkehrsmittel werden dagegen nur von 96.000 Personen (21 Prozent) benutzt, mit dem Fahrrad gelangen 4.000 Personen (1 Prozent) zum Arbeitsplatz. Auch die Zahl der Pkw ist laut VCÖ zwischen 1990 und 2006 von 615.619 auf 904.000 und damit um 47 Prozent gestiegen. Als wesentliche Ursachen für diese Entwicklungen werden zum einen die Zersiedelung, zum anderen der Einkaufsverkehr angesehen.

Im Vorjahr wurde der „VCÖ-Mobilitätspreis Niederösterreich“ von der Stadt Schwechat gewonnen, 2005 ging der Sieg an die Öko-Hauptschule Ober-Grafendorf. Das Land Niederösterreich konnte 2006 auch beim „VCÖ-Mobilitätspreis Österreich“, der heuer zum 16. Mal durchgeführt wird, einen großen Erfolg erzielen: Das Projekt „Verkehrsparen Wienerwald“ ging als Gesamtsieger aus dem Bewerb hervor.

Nähere Informationen: VCÖ, Mag. Susanne Hitter-Fertl, Mag. Melanie Oßberger, Telefon 01/893 26 97, e-mail mobilitaetspreis@vcoe.at.


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