21.03.2007 | 14:32

Bereits 15 Prozent des NÖ Stroms aus erneuerbaren Energien

Plank: Weitere Initiativen und Forcierung der Ökoenergie

„Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung liegt in Niederösterreich bereits bei 15 Prozent. Das Land hatte im vergangenen Jahr im Bereich Ökoenergie eine hervorragende Bilanz vorzuweisen; auch 2007 wird Niederösterreich eine Reihe von Initiativen zum weiteren Ausbau der erneuerbaren Energieträger setzen“, betonte heute Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank im Rahmen einer Pressekonferenz zum Thema „Erneuerbare Energien“.

Die besagten 15 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien entsprechen einer CO2-Einsparung von insgesamt rund 900.000 Tonnen, die sich auf 170.000 Tonnen aus Biomassefernheizwerken, 100.000 Tonnen aus Biogasanlagen, 480.000 Tonnen aus Windkraftanlagen und 150.000 Tonnen aus Biomasse-Verstromungsanlagen aufteilen. Insgesamt wurden in den vergangenen zehn Jahren 940 Millionen Euro in die Ökoenergie investiert, wobei Förderungen in der Höhe von 125 Millionen Euro zur Auszahlung kamen.

Als eine neue Initiative in Niederösterreich nannte Plank zunächst die im Februar in Kraft getretene neue Photovoltaikförderung. Heuer werden 1.000 Kilowatt und damit die Stromversorgung von 250 Einfamilienhäusern gefördert: Niederösterreich und der Bund fördern je 50 Prozent des Einspeisetarifes. Im NÖ Landtag wurde zudem eine Initiative für ein neues, überschaubares Ökostromgesetz gestartet; eine Arbeitsgruppe wird entsprechende Vorschläge ausarbeiten. Außerdem wird derzeit an einem Energie-Zukunftskonzept gearbeitet, das bis Juni des Jahres vorliegen soll. Schwerpunkte des Konzepts werden der Ausbau der erneuerbaren Energie und die Energieeffizienz sein. Die Zielvorgabe lautet dabei „50 Prozent Anteil erneuerbare Energie bis 2020“. Weiters wird an einer so genannten „Biomasse-Koordination“ gearbeitet, die Potenziale und Flächen auflisten soll. Diese Ressourceneinschätzung wird bis Ende April des Jahres vorliegen. Und im Juni wird sich eine Expertentagung mit Fragen zu Bioethanol als Treibstoff auseinandersetzen.

Zum CO2-Handel meinte Plank: „Die Zertifikate werden Geld kosten, sie haben bereits 20 Euro pro Tonne gekostet. Das zeigt, dass Investitionen in die erneuerbaren Energien wichtige Investitionen sind, sie stellen gewissermaßen eine Win-Win-Situation dar. Es gibt keine Alternative zu diesen Investitionen, die den Zukauf von teuren Zertifikaten ersparen.“

Der Landesrat appellierte außerdem an jeden Einzelnen, Energie im Alltag künftig effizienter zu nutzen. Einsparpotenziale gebe es etwa im Verkehr, beim Heizen, bei der Wärmedämmung, bei Elektrogeräten und bei der Beleuchtung. In Summe könne jeder einige hundert Euro pro Jahr einsparen, so Plank.

In Niederösterreich sind derzeit 321 Biomasse-Fernheizwerke, 16 Verstromungsanlagen, 73 Biogasanlagen und 333 Windkraftanlagen in Betrieb. Die Verstromungsanlagen liefern 3,2 Prozent des Stroms, Biogas 1,8 Prozent und die Windkraftanlagen 10 Prozent. Allein 2006 wurden in NÖ 41 neue Biomasse-Fernwärmeanlagen gebaut und zahlreiche andere erweitert. Auch mehrere große Kraftwärmekopplungsanlagen gingen in Betrieb.

Nähere Informationen: Büro LR Plank, Dr. Christian Milota, Telefon 02742/9005-12801, e-mail christian.milota@noel.gv.at.


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