20.03.2007 | 10:28

EVN setzt auf Zukunftskraftstoff Biogas

Projekt bringt Entwicklungsschub bei Umwelttechnologien

In Niederösterreich ist unter Beteiligung der EVN und des Landes ein Forschungsprojekt angelaufen, das Wege für einen sauberen Straßenverkehr ohne Abgase aufzeigen soll. Das strategische Zukunftsprojekt „Clean Energy Pathways 2020“ vernetzt unter anderem Forscher und Energieversorger, die Konzerne Magna und Mercedes-Benz, den Antriebsentwickler AVL List sowie Betreiber von Fahrzeugflotten, wie das Land Niederösterreich und die Gemeinden. Dabei sollen schadstoffarme Automobilsysteme entwickelt werden, die als saubere Energieträger gereinigtes und veredeltes Biogas brauchen.

Eine zentrale Komponente dieses Vorhabens ist in Bruck an der Leitha angesiedelt. Dort errichten EVN, OMV und die Wien Energie eine Anlage, mit der Rohgas aus der bestehenden Biogasanlage auf Erdgasqualität gereinigt und in das normale Gasnetz eingespeist werden soll. Auf diesem Weg kann dann das umweltfreundliche Erdgas zu den Tankstellen der Projektpartner geleitet und an Erdgas-Autos abgeben werden. Dabei wird gezeigt, dass die Veredelung von Biogas sowohl technisch als auch wirtschaftlich machbar ist. In diesem Zusammenhang erfolgte kürzlich in St. Pölten auch die Grundsteinlegung für eine neue Biogastankstelle, da der Stadtverkehr in St. Pölten im Zuge eines anderen Pilotprojekts auf umweltfreundliche Erdgas-Busse umgestellt wird.

Schon jetzt sind die Erdgasfahrzeuge wirtschaftlicher als die herkömmlichen Antriebsquellen. Um zehn Euro kann man mit Erdgas durchschnittlich 230 Kilometer zurücklegen, mit Diesel sind es rund 150, mit Benzin 120 Kilometer. Dem gegenüber stehen die um rund 2.000 Euro höheren Anschaffungskosten für ein mit Gas betriebenes Auto und die wenigen dafür ausgerüsteten Tankstellen.

Nähere Informationen: Univ.Prof. Dipl.Ing. Dr. Ernst Pucher und Dipl.Ing. Alexander Sekanina von der Technischen Universität Wien, Telefon 01/588 01-31520, Dipl.Ing. Oliver Brantner, Telefon 02742/294-17463, www.evn.at.


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