26.02.2007 | 12:51

Spatenstich für A 5 in Eibesbrunn

Pröll: Ganzes Land wird von diesem Bau profitieren

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In Eibesbrunn wurde heute im Beisein von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und Infrastrukturminister Werner Faymann der Spatenstich für den Südabschnitt der A 5 Nord Autobahn / Eibesbrunn – Schrick, den Nordabschnitt der S 1 Wiener Außenringschnellstraße / Süßenbrunn – Knoten Korneuburg sowie für die S 2 Wiener Nordrandschnellstraße / Umfahrung Süßenbrunn vorgenommen.

Landeshauptmann Pröll betonte die internationale, nationale, aber auch regionale Bedeutung dieses Straßenprojektes: „Durch die Nord Autobahn werden die alten und neuen Mitglieder der Europäischen Union stärker zusammenwachsen, der Osten Österreichs wird an das gesamteuropäische Straßennetz optimal angebunden. Die Ostregion gewinnt damit an Standortqualität und bleibt somit auch konkurrenzfähig. Für das Weinviertel wird eine neue Ära eingeleitet, die wachsende Lebensqualität und mehr Sicherheit bringt. Das ganze Land wird von diesem Bau profitieren.“ Zudem betonte Pröll, dass man hier nicht oberflächlich, sondern in voller Verantwortung gegenüber den Menschen, der Natur und der Umwelt geplant habe.

Bundeskanzler Gusenbauer brachte die enorme wirtschafts- und beschäftigungspolitische Bedeutung des Projektes zum Ausdruck und hielt fest, dass dies die erste geschlossene Autobahnverbindung ins Nachbarland Tschechien sei.

Minister Faymann hob ebenfalls die internationale Bedeutung des Projektes hervor und betonte, dass der heutige Spatenstich auch der Startschuss für die tatsächliche Verwirklichung“ der Nord Autobahn sei.

Das gegenständliche Projekt stellt den Baubeginn für die internationale Autobahnverbindung zwischen Wien und Prag dar, es handelt sich um das erste Private Public Partnership (PPP)-Modell im hochrangigen Straßennetz. Die ASFINAG hat hier in Form eines Baukonzessionsvertrages Teile der Planung, des Baues, der Betriebes, der Erhaltung und der Finanzierung von Autobahnen und Schnellstraßen an einen privaten Partner vergeben. Bei diesem Partner handelt es sich um das Bieterkonsortium „Bonaventura“, das aus Alpine Mayreder, Hochtief-PPP Solutions, EDIS Projects, AECOM Global und Deutsche Asset Management besteht. Insgesamt errichtet Bonaventura im Auftrag der ASFINAG bei diesem Straßenbauprojekt bis Anfang 2010 52 Kilometer Autobahn und Schnellstraßen. Nach der Errichtung bleibt der Bund Eigentümer, leistet aber bis 2039 Zahlungen an das Konsortium. Die Gesamtauftragssumme beträgt 933 Millionen Euro, wobei die Baukosten rund 800 Millionen Euro ausmachen.

Die A 5 Nord Autobahn stellt die Verbindung des Wirtschaftsraumes Ostregion mit dem nördlichen Weinviertel und den nordöstlichen Nachbarstaaten Österreichs dar. Sie beginnt bei der S 1 beim Knoten Eibesbrunn und soll über Wolkersdorf und Poysdorf bis zur Staatsgrenze bei Drasenhofen verlaufen. Für das Jahr 2020 werden im südlichen Abschnitt der A 5 ca. 65.000 Kfz pro Tag prognostiziert. Weiters wird mit der Errichtung der A 5 die bisherige B 7 Brünner Straße vom Verkehr entlastet. Die S 1 Ost und West haben die Aufgabe, den Verkehr der A 5 so zu verteilen, dass die Durchfahrt von Wien vermieden und die Ortschaften entlang der Trasse vom Verkehr entlastet werden. Von den für die Errichtung notwendigen Grundstückseinlösen waren rund 7.500 Hektar betroffen. Bei der Errichtung der Strecke werden insgesamt 9 Millionen Kubikmeter Erdreich bewegt und zum Schutz der Anrainer auf einer Länge von 81 Kilometern Lärmschutzmaßnahmen getätigt. Hunderte Kameras entlang der Strecke, mehrere Glatteiswarnanlagen, 30 Verkehrszählquerschnitte sowie eine Verkehrsbeeinflussungsanlage werden die Sicherheit entlang der Strecke erhöhen. Dazu ist geplant zwei Raststätten mit insgesamt 400 Pkw- und 260 Lkw-Parkplätzen, Hotel und Seminarräume und Lkw-Servicecenter zu errichten.

Nähere Informationen: ASFINAG, Harald Dirnbacher, Telefon 050108/10833, e-mail harald.dirnbacher@asfinang.at, Amt der NÖ Landesregierung, Gerhard Fichtinger, Telefon 02742/9005-14048, e-mail gerhard.fichtiger@noel.gv.at.


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