22.02.2007 | 14:47

Saubere Energieträger für den Verkehr

Plank: Bis 2020 bis 30 Prozent der Brennstoffe durch Gas ersetzen

Der Bedarf an schadstoffarmen Fahrzeugen für den Straßenverkehr steigt ständig. Ein Grund dafür ist, dass Kohlendioxid eingespart werden muss, um die schwer zu erfüllenden Kyoto-Kriterien zu erreichen. Zudem führen zunehmende Überschreitungen der Grenzwerte von Stickstoffdioxid und Feinstaub zu Maßnahmen, die den Verkehr beschränken und Flottenbetreiber, Kommunen und private Kunden gleichermaßen beeinträchtigen.

Im Rahmen des strategischen Leitprojekts „Clean Energy Pathways 2020“ des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie präsentierten Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank, ao. Univ.Prof. Dipl.Ing. Dr. Ernst Pucher (Technische Universität Wien) und Dr. Burkhard Hofer (Vorstandssprecher der EVN AG) daher heute, 22. Februar, in St. Pölten technologische Lösungen für den Einsatz sauberer Energieträger wie Erdgas und Biogas.

Ziel sei es, bis 2020 zwischen 20 und 30 Prozent der herkömmlichen Brennstoffe zum Betrieb von Kraftfahrzeugen durch Gas zu ersetzen, sagte Plank. Das Land Niederösterreich trete hier gemeinsam mit der NÖ Landesakademie als Motivator auf. Derzeit gebe es in Niederösterreich bereits knapp 70 Anlagen zur Produktion von Biogas. Nahezu zwei Prozent des in Niederösterreich erzeugten Stroms würden aus Biogas erzeugt.

Im Rahmen des zweijährigen Forschungsvorhabens werden die neuen Antriebe bei realen Bedingungen, also z. B. in Schwerfahrzeugen, untersucht. Zudem werden die Versorgung der Fahrzeuge mit Methan bzw. Erdgas und Biogas geprüft und die Einflüsse der Energieversorgung auf den Betrieb evaluiert. Biogas könne, so Plank, aus fast allen biogenen Rohstoffen erzeugt werden und sei auch mit Erdgas austauschbar. Der Betrieb mit höheren Kilometerleistungen ermögliche erstmalig ein nachhaltiges Monitoring von sauberen, also schadstoffarmen Antriebssystemen. Die Erkenntnisse aus dem Forschungsvorhaben sollen bei einem Symposium im Herbst 2008 vorgestellt werden. Auch ein Wettbewerb für Jungforscher um das energieeffizienteste Fahrzeug wird durchgeführt.

Weitere Informationen: ao. Univ.Prof. Dipl.Ing. Dr. Ernst Pucher, Dipl.Ing. Alexander Sekanina, Telefon 01/588 01-31520, e-mail ernst.pucher@tuwien.ac.at und alexander.sekanina@tuwien.ac.at; Dipl.Ing. Oliver Brantner, Telefon 02742/294-17463, e-mail oliver.brantner@noe-lak.at.


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