15.02.2007 | 12:31

Bohuslav zum möglichen Fußball-Stadion in St. Pölten

„Mit Bundesbeteiligung, Standortanalyse und Studien ‚Hausaufgaben’ erledigt“

St. Pölten sei die einzige Landshauptstadt ohne adäquates modernes Fußball-Stadion, das Land Niederösterreich bekenne sich dazu, ein neues Stadion bauen zu wollen, sagte Sport-Landesrätin Dr. Petra Bohuslav heute, 15. Februar, bei der Präsentation des Status Quo zum möglichen Fußball-Stadion St. Pölten. Mit der gesicherten Drittelfinanzierungsbeteiligung durch den Bund, Standortanalysen und dem nun vorliegenden Ergebnis zweier Studien habe das Land seine „Hausaufgaben“ erledigt.

Die nächsten Schritte seien ein Gespräch mit der Stadt St. Pölten punkto Finanzierung und Verkehrskonzept sowie parallel dazu mit dem SKN zur Lukrierung von Mitteln aus der Wirtschaft und zur sportlichen Entwicklung inklusive Aufstieg des Vereins, so Bohuslav. Baubeginn für das 27 Millionen Euro teure Objekt wäre frühestens 2008, die reine Bauzeit soll zwischen 14 und 18 Monaten betragen.

Die Mitfinanzierung durch den Bund eröffne die historische Chance auf ein Ballsportzentrum für Ostösterreich (neben Klagenfurt bzw. Salzburg oder Innsbruck), das alle Ballsportarten beherbergen und die Möglichkeit für große internationale Wettkämpfe und Trainingslager bieten soll. Die Standortanalyse habe die Landessportschule als idealen Standort ausgewiesen, durch den Bau der Eissporthalle sei auch das erforderliche Verkehrskonzept schon in Ansätzen vorhanden, führte die Landesrätin aus.

Die angesprochenen Studien hätten zum einen eine hohe Akzeptanz bei der Bevölkerung der Region ergeben: 70 Prozent hätten ungeteilte Zustimmung zu einem neuen Stadion geäußert, ähnlich hoch sei die Erwartungshaltung hinsichtlich wichtiger sportlicher und wirtschaftlicher Impulse gelegen. Zum anderen hätte eine Feasibility-Studie an 18 in- und ausländischen Stadien hinsichtlich der Funktionalität des Neubaus Erfordernisse wie Zuschauertribünen für maximal 10.000 Personen (hauptsächlich Sitzplätze), eine Überdachung von mindestens 70 Prozent, ein Spielfeld im Ausmaß 105 mal 68 Metern ohne Laufbahnumrahmung sowie moderne Räumlichkeiten für Mannschaften, Schiedsrichter, Security etc. ergeben, erläutere Bohuslav.

In Bezug auf die Gastronomie wird an einen ausgedehnten VIP-Bereich inklusive Sky Lounges für bis zu 300 Personen gedacht. Mit Physiotherapie- und Massageräumlichkeiten soll auch das Thema Wellness aufgewertet werden, den Sportverbänden stünden weitere Büroflächen zur Verfügung. Schließlich sei auch eine Kombination mit dem Internat möglich, so Bohuslav abschließend.

Nähere Informationen: Büro LR Bohuslav, Mag. Florian Aigner, Telefon 02742/9005-12199.


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