12.02.2007 | 12:21

Drei neue AHS-Oberstufenstandorte in NÖ ab Herbst 2007

Pröll: Schaffen damit zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten

Niederösterreich erhöht nun auch sein Angebot an höheren Schulen: Zusätzlich zu den bestehenden AHS-Standorten in Niederösterreich soll mit Herbst 2007 auch in Ternitz, Deutsch-Wagram und Neulengbach eine AHS-Oberstufen-Ausbildung angeboten werden. Diese zunächst als Privatschulen geführten AHS-Schulen werden mit zwei Klassen starten und in den ersten vier Jahren als Provisorium geführt, so Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute bei der Präsentation dieser weiteren Bildungsinitiative in Niederösterreich. Darüber hinaus wird die AHS Korneuburg zu den bestehenden 3 Klassen eine zusätzliche Klasse anbieten. Auch an der AHS Gänserndorf wird die Klassenanzahl erhöht.

Die Planungen für die Baumaßnahmen in Ternitz, Deutsch-Wagram und Neulengbach wird die Landesimmobiliengesellschaft (LIG) übernehmen. Das Land wird laut Landeshauptmann Pröll den Gemeinden dabei finanziell und organisatorisch unter die Arme greifen. „Und zwar bei den Baukosten ebenso wie bei der Einrichtung. Gleichzeitig unterstützt das Land die Gemeinden bei der Verbundlichung der Schule“, so Pröll. Voraussetzung dafür ist, dass der Bund für das Lehrpersonal aufkommt, die Gemeinde das Grundstück zur Verfügung stellt und dass die Gemeinde von den Eltern kein Schulgeld verlangt. Man rechnet mit rund 40 zusätzlichen Dienstposten im AHS-Bereich.

Der Amtsführende Präsident des NÖ Landesschulrates, Hermann Helm, wird nun alle organisatorischen Vorkehrungen für den Betrieb der Schule treffen (Ausrichtung der Schule, Lehrer etc.). Gleichzeitig will man die Oberstufenrealgymnasien auch mit Schwerpunkten (technische, musisch-kreative, sportliche etc.) versehen. Weiters soll VP-Klubobmann Klaus Schneeberger mit den anderen Parteien im Landtag Gespräche führen, um gemeinsam die dafür notwendigen gesetzlichen Änderungen herbeizuführen.

Dieses weitere Bildungsangebot in Niederösterreich soll vor allem Hauptschulabgängern zusätzliche Chancen und Möglichkeiten eröffnen. Laut Helm gehen 80 Prozent der Maturanten in Niederösterreich den Weg über die Hauptschule. Gab es 1990 in Niederösterreich rund 44.500 AHS- und BHS-SchülerInnen, so sind es im laufenden Schuljahr bereits 56.500.

Diese Maßnahmen für höhere Schulen bezeichnete Landeshauptmann Pröll – nach der Schaffung von Bildungsregionen und der Senkung der Klassenschülerhöchstzahl – als einen weiteren wichtigen bildungspolitischen Schritt nach vorne.


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