08.02.2007 | 10:58

Heimische Klein- und Mittelbetriebe sind auf Erfolgskurs

Cluster-Netzwerke leiten Verbesserungsprozess ein

Ein wichtiges Instrument für den wirtschaftlichen Erfolg Niederösterreichs sind die relativ neuen Kooperationsformen der Cluster-Netzwerke für Klein- und Mittelbetriebe. Im Jahr 2001 gestartet, gibt es mittlerweile in Niederösterreich sechs Cluster, denen 503 Unternehmen mit fast 57.000 Beschäftigten angehören. Unter Cluster ist eine Plattform enger betrieblicher Zusammenarbeit zu verstehen, die es auch kleineren Betrieben ermöglicht, bei großen Aufträgen im Weg einer koordinierten Aufgabenteilung mitbieten zu können.

„Gerade für den gewerblichen Mittelstand ist in Zeiten des Wettbewerbsdrucks der Globalisierung die enge Kooperation ein Standortvorteil“, betont dazu Landeshauptmannstellvertreter Ernest Gabmann. Nur durch die Kooperation in einem Cluster sei für Klein- und Mittelbetriebe die Bewältigung von umsatzstarken Großaufträgen möglich. Aus diesem Grund forciere das Land Niederösterreich über die Wirtschaftsagentur ecoplus die Bildung derartiger Netzwerke.

Der Holzcluster, der 2001 als erster gestartet wurde, ist mit über 120 Partnerunternehmen der größte NÖ Cluster. Der kurz darauf gegründete Automotive Cluster Vienna Region (ACVR) ist in der Kooperation mit den Autoproduktionen in Ungarn und der Slowakei erfolgreich. Der Wellbeingcluster dehnt seine Kompetenz auf immer mehr Produkte und Zulieferer aus und forciert ab heuer gemeinsam mit der NÖ Werbung den Gesundheitstourismus. Der Ökobaucluster entwickelt seine hohen Qualitätskriterien insbesondere in die Schwerpunktrichtung Althaussanierung mit Passivhaustechnik weiter. Dem Kunststoffcluster sind in den fast zwei Jahren seines Bestehens 71 Partnerunternehmen in Niederösterreich beigetreten. Der Lebensmittelcluster schließlich besteht erst seit rund sechs Monaten und beschreitet mit der Einbeziehung von Wirtschafts- und Landwirtschaftskammer neue Wege.

Nähere Informationen: www.ecoplus.at.


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