01.02.2007 | 10:29

„Bibermanagement“ soll Zusammenleben von Mensch und Biber regeln

Kadenbach: Biber das Überleben sichern

In Niederösterreich ist der Biber wieder heimisch. Nachdem der größte heimische Nager Mitte des 19. Jahrhunderts aus den Auen verschwunden ist, besiedelt er nun wieder viele Flusslandschaften. Wurde den Bibern anfänglich durchwegs Sympathie entgegengebracht, so kam es durch die zunehmende Ausbreitung in der jüngeren Vergangenheit immer wieder zu Konfliktsituationen zwischen Mensch und Tier. Das NÖ Naturschutzreferat beauftragte nun die „freiland Umweltconsulting“ mit der Koordination des „Bibermanagements NEU“ in Niederösterreich. „Eine Internetseite wird ab Mitte März über die Landeshomepage abrufbar sein und Rat und Hilfe im Zusammenhang mit Fragen über den Biber geben. Weiters werden die zentralen Ergebnisse der laufenden Projekte in einem Leitfaden zusammengefasst und einen Handlungsrahmen für künftige Problemfälle aufzeigen“, skizziert Naturschutz-Landesrätin Karin Kadenbach einige Neuerungen des Bibermanagements.

Hauptziel ist, dem Biber ein dauerhaftes Überleben in unserer Kulturlandschaft zu sichern. Voraussetzung dafür ist die notwendige Akzeptanz bei der Bevölkerung sowohl für Schutzmaßnahmen als auch für lokale Eingriffe in die Population. Derzeit gibt es in Niederösterreich eine stabile Population von rund 2.000 Bibern. In einem weiteren Schritt muss eine Kooperationsebene zwischen unmittelbar Betroffenen, Grundeigentümern und Jagdberechtigten geschaffen werden, um im Anlassfall möglichst rasche Problemlösungen bei der Hand zu haben. „Mit dem ‚Bibermanagement NEU’ haben wir nun ein gutes Instrument in der Hand, um bei künftigen Konflikten zwischen den Nutzungsansprüchen von Biber und Mensch schnell und sinnvoll nachhaltige Maßnahmen zu setzen“, so Kadenbach abschließend.


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