01.02.2007 | 10:19

Albert Reiter wird NÖ Transplantationsreferent

Sobotka: Wichtiger Schritt zur Förderung der Organspende

Primar Dr. Albert Reiter, Leiter der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Landesklinikum Mostviertel Amstetten, wird neuer NÖ Transplantationsreferent. Das gab Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka heute bei einer Pressekonferenz im Landesklinikum St. Pölten bekannt. „Mit der Installierung eines eigenen Transplantationsreferenten setzt das Land Niederösterreich einen weiteren wichtigen Schritt zur Förderung der Organspende“, betonte Sobotka. Ziel sei es, heimische Organspendermeldungen auf einem hohen Niveau sicherzustellen. In diesem Zusammenhang werde eine Steigerung der Anzahl der Organspender auf rund 30 pro 1 Million Einwohner angestrebt. Ein Schwerpunkt sei auch eine Verbesserung der Situation der Dialysepatienten.

Albert Reiter promovierte 1977 an der Medizinischen Fakultät der Universität Innsbruck und ist am Landesklinikum Mostviertel Amstetten auch für den Notarztdienst und das Blutdepot zuständig.

Wenn die Organe versagen, kann eine Transplantation lebensnotwendig sein. Angeborene Herz- oder Nierenfehler, durch einen Unfall hervorgerufene Leberschäden oder durch Krankheit zerstörte Lungen - es gibt viele Gründe, zum Transplantationspatienten zu werden. Etwa 150 Patienten stehen derzeit in Niederösterreich auf der Warteliste für eine lebensrettende Nierentransplantation.

Bei der Organspende unterscheidet man zwischen der so genannten „Lebendspende“ und „Totenspende“. Im Fall der „Lebendspende“ entscheidet sich jemand freiwillig, einem kranken Menschen ein Organ zu überlassen. Durch diesen Eingriff darf jedoch der Spender nicht gesundheitlich bedroht sein. Eine „Lebendspende“ wird meist von Familienangehörigen des Kranken oder emotional sehr nahe stehenden Personen durchgeführt. Bei einer „Totenspende“ muss in Österreich bei dem Verstorbenen der Hirntod festgestellt werden. Diese Art der Organspende ist nur dann möglich, wenn es zu Blutungen im Gehirn kommt, ohne dass der Kreislauf des Spenders zusammengebrochen ist.

Nähere Informationen: NÖ Landeskliniken-Holding, Mag. Andrea Berger, Telefon 02742/313 813 52.


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