26.01.2007 | 13:23

Rettungsleitstelle steht nunmehr auf einer soliden Basis

Sobotka: LEBIG das Herzstück des Rettungswesens in NÖ

Die NÖ Rettungsleitstelle LEBIG steht nunmehr auf einer soliden Basis, betonte Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka heute gemeinsam bei einer Pressekonferenz mit Willibald Sauer (Präsident des Roten Kreuzes NÖ), Dr. UIrich Stiaßny (Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes NÖ) und Direktor Kurt Noé-Nordberg (Vorstand des Christophorus-Flugrettungsvereins im ÖAMTC) im Landhaus in St. Pölten.

In ganz Europa habe die LEBIG (Leitstellen-Entwicklungs-, Betriebs- und Integrationsgesellschaft) viel Anerkennung und Zustimmung gefunden, lobte Sobotka den Einsatz der MitarbeiterInnen in den sechs niederösterreichischen Standorten. In der Vergangenheit sei „nicht alles so rund gelaufen“, jetzt sei die LEBIG aber das Herzstück des Rettungswesens in Niederösterreich. Im Notfall, so Sobotka, zähle jede Sekunde, die LEBIG sei aber Garant dafür, dass die Rettungskräfte rechtzeitig vor Ort seien. Alle zwei Minuten im Durchschnitt werde rund um die Uhr die Nummer 144 gewählt. Davon seien rund 185.000 „hoch zeitkritische Notfalleinsätze“.

Jetzt betreue man die NiederösterreicherInnen mit einer neuen Struktur, sagte Sobotka weiter. Das Land habe vom Roten Kreuz rund 66 Prozent der LEBIG-Anteile übernommen, das Rote Kreuz halte nun bei 26 Prozent, zudem seien der Arbeiter-Samariter-Bund mit etwa 5,2 Prozent und die ÖAMTC-Flugrettung mit 2,9 Prozent beteiligt.

Mit Mag. (FH) Thomas Pöchacker für den kaufmännischen Bereich und Ing. Christof Constantin Chwojka für den technischen Bereich habe man eine neue Geschäftsführung, die das hohe Niveau der LEBIG sicherstelle. Das Land übernehme aber auch die Außenstände der LEBIG, die für die Jahre 2003 bis 2005 rund 1,3 Millionen Euro und für 2006 etwa 700.000 Euro betrage. Ausgangspunkt sei ein Hilfsangebot des Landes gewesen und nicht etwa eine Machtübernahme, meinte Sobotka. Der LEBIG-Beitrag von derzeit 6,60 Euro pro Disposition werde nicht, wie angekündigt, auf 8 Euro erhöht, versprach Sobotka; stattdessen würde man für die nächsten zwei Jahre eine Garantie abgeben, dass es bei der derzeitigen Höhe des Beitrages bleibe.

Mit 15. Februar dieses Jahres würden die vier Gesellschafter gemeinsam mit der LEBIG und mit weiteren Experten mit der Ausarbeitung des Konzeptes „Notarztwesen Neu“ beginnen, so Sobotka. Ziel sei, das Notarztwesen neu zu ordnen und zu strukturieren, um bei einer gleichzeitigen finanziellen Entlastung die Qualität noch zu steigern. Immerhin seien rund 90 Prozent der Landesfläche gut versorgt, man müsse dieses System aber noch engmaschiger gestalten. Es gelte vor allem, bei Notfällen die Doppel- und Dreifacheinsätze zu minimieren.


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