24.01.2007 | 13:05

Schabl zum bevorstehenden Ressortwechsel

Bilanz über die Bereiche Gesundheitswesen und Naturschutz

Einen Tag, bevor Landesrat Emil Schabl mit den Schulen, mit dem Konsumentenschutz, den Angelegenheiten der sozialen Verwaltung und der Jugendwohlfahrt in der NÖ Landesregierung neue Ressorts von der jetzigen Staatssekretärin Christa Kranzl übernimmt, zog er heute in einer Pressekonferenz Bilanz über den Zeitraum von 2003 bis 2007 bzw. über sein Wirken im bisherigen Arbeitsfeld (Naturschutz und Gesundheitswesen).

Als größte Änderung seit 1945 bezeichnete Schabl die mit Zustimmung des Landes verwirklichten zehn Gesundheitsziele als neue Richtlinie für alle gesundheitspolitischen Entscheidungen. Diese Ziele würden jetzt in zwei Etappen bis 2020 umgesetzt. Die Schwerpunkte der Gesundheitsziele würden, so Schabl, ein breites Spektrum abdecken; Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Diabetes seien ebenso zentrale Themen wie die mentale Gesundheit, die Drogenprävention oder die betriebliche Gesundheitsvorsorge.

Mit einem ambitionierten Ausbau- und Umbauprogramm in den Krankenhäusern in Niederösterreich (rund 950 Millionen Euro Gesamtinvestitionen) hätte sich das Land klar zur Spitzenmedizin bekannt. Mit der Übernahme der Spitäler durch das Land sei eine neue Ära eingeleitet worden, damit könnten Synergien genutzt und Doppelgleisigkeiten abgebaut werden.

Lob fand Schabl auch für das Leitstellen-Entwicklungs-, Betriebs- und Integrationsgesellschaft m.b.H. (LEBIG). Für dieses Abfrage- und Alarmierungssystem für Rettungsdienste bzw. für das Know-how aus Tulln würden Anfragen aus der ganzen Welt kommen. Bei der Finanzierung sei mittlerweile das Land mit 51 Prozent eingesprungen. Mit den neuen Standorten Pöggstall und Aspang seien zwei weitere Lücken in der Notarztversorgung geschlossen worden.

Mit der Kampagne „Das Krankenhaus als rauchfreie Zone“ für ÄrztInnen, Schwestern, PflegerInnen, Bedienstete, Gesundheits- und KrankenpflegeschülerInnen sei in den Spitälern „ein Zeichen für das Leben“ gesetzt worden, erklärte Schabl. Auch für PatientInnen seien Angebote gemacht worden, um ihnen während des stationären Aufenthalts den Verzicht auf die Zigarette zu erleichtern.

Von 44 Naturparken in Österreich befinden sich allein in Niederösterreich 23. „Niederösterreich ist damit das ‚Naturparkland’ Nummer 1“, so Schabl. Die Naturparke würden jetzt in einem eigenen Verein erfasst. Dadurch sollen mehr Gäste angelockt und die vorhandenen Ressourcen koordiniert werden.

Der NÖ Landschaftsfonds habe das Ziel, so Schabl, eine ökologisch intakte Kulturlandschaft mit einer reichen Ausstattung von heimischen Tieren und Pflanzen, von vielfältigen Landschaftselementen und einer die Umwelt schonende Nutzung zu erhalten bzw. wieder herzustellen. Dafür wurden aus seinem Ressort von 2003 bis 2006 Projekte mit einer Summe von rund 16,5 Millionen Euro bewilligt. Die Förderungen hätten rund 6,4 Millionen Euro betragen, die dadurch ausgelösten EU-Kofinanzierungen weitere rund 6,3 Millionen Euro.


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