18.01.2007 | 09:53

Gemeinden informieren über erfolgreiche Wasserprojekte

Plank: Weiterer konsequenter Umsetzungsschritt der NÖ Wassercharta

„Investitionen in Gewässer haben vor allem in Ortsnähe einen Mehrfachnutzen: neben der Gewässerökologie vielfach auch eine Verbesserung des Hochwasserschutzes, des Ortbildes, des Freizeit- und Erholungsraumes sowie des Kleinklimas“, betonte Umwelt-Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank gestern, 17. Jänner, beim Startschuss zur Veranstaltungsreihe „Wasser im Ort“.

Im Rahmen dieser Informationsveranstaltungen sollen in ganz Niederösterreich erfolgreich umgesetzte Projekte durch die jeweiligen Bürgermeister präsentiert werden. Ziel ist es, anderen Gemeinden Lust auf ähnliche Vorhaben zu machen und im Allgemeinen das Bewusstsein im Umgang mit Wasser zu schärfen. Im Vorfeld wurden insgesamt 13 Musterprojekte ausgewählt, die jeweils in einer Veranstaltung pro Landesviertel präsentiert werden. Sämtliche Projekte sind auf einer DVD zusammengestellt, die an die Teilnehmer dieser Veranstaltungen ausgegeben wird.

Das Land Niederösterreich bekennt sich zu einem sorgsamen Umgang mit Wasser, die Grundsätze der NÖ Wasserpolitik sind in der NÖ Wassercharta verankert. Dabei geht es um die Sicherstellung einer mengenmäßig ausreichenden und qualitativ hochwertigen Wasserversorgung. Die Gewässer sollen als natürlicher Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie als Freizeit- und Erholungsraum für die Menschen erhalten bzw. wieder hergestellt werden. Hochwasserschutz, Ökologie und Energiegewinnung werden optimal aufeinander abgestimmt, Filter- und Speicherfunktion des Bodens müssen für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt bewahrt werden.

Investitionen in intakte Fließgewässer haben somit immer einen Mehrfachnutzen und führen so auch zu Umwegrentabilität. Besonders ausgeprägt ist dies im Nahbereich von Ortschaften: Renaturierungen verbessern beispielsweise die Lebensbedingungen vieler Wasserorganismen, wodurch die Selbstreinigungskraft gestärkt wird. Sauberes Wasser in den Flüssen ist wichtig für den Schutz des Grundwassers und damit für die Sicherung der Trinkwasserversorgung. Ehemals begradigte und stark verbaute Gerinne werden zu attraktiven Naherholungsräumen, die von der Bevölkerung stark angenommen werden. Naturnahe Gewässer können schließlich auch zu einer Verbesserung der Hochwassersituation beitragen.

„Wenn die Bevölkerung Flüsse und Bäche für Erholung und Freizeit wieder entdeckt, wird sich auch ein stärkeres Bewusstsein für den Wert des Wassers entwickeln. Damit wird ein wesentlicher Grundstein für einen langfristigen, nachhaltigen Schutz des Wassers gelegt, denn der Schutz des Wassers kann nur dann funktionieren, wenn jeder Einzelne seine Verantwortung wahrnimmt“, so Plank.

Weitere Informationen: Büro LR Plank, e-mail christian.milota@noel.gv.at, Telefon 02742/9005-12701.


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