16.01.2007 | 09:23

Moderner Naturschutz: Konik-Pferde in Loosdorf bei Melk

Weideprojekt soll alter Rasse eine neue Heimat bieten

Moderner Naturschutz stellt Fauna und Flora nicht unter einen Glassturz, sondern macht sie erlebbar und begreifbar. Ein wichtiger Faktor des Naturschutzes ist auch die Erhaltung seltener Arten. Dazu wird im Frühling in der Marktgemeinde Loosdorf im Bezirk Melk ein richtungweisendes Vorhaben gestartet: Ein Weideprojekt mit Konik-Pferden soll dieser alten Rasse eine neue Heimat bieten.

Die Konik-Pferde sind eine Kleinpferderasse aus Polen, die den ausgestorbenen europäischen Waldpferden sehr nahe stehen und mit diesen gemeinsame Körpermerkmale aufweisen. Konik-Pferde sind äußerst robust und finden sowohl in der Landwirtschaft als auch bei der Erhaltung von Naturschutzgebieten Verwendung. „Die Marktgemeinde Loosdorf kauft die Pferde von einem polnischen Gestüt. Die Tiere sollen sich ab dem kommenden Frühjahr am Ufer der Pielach im Naturschutzgebiet Ofenloch in einem Weideprojekt wie zu Hause fühlen“, erläuterte der Bürgermeister von Loosdorf, Landtagsabgeordneter Josef Jahrmann.

Für das Weideprojekt werden die Wiesen am linken Ufer der Pielach zwischen der Bundesstraße 1 und dem Fluss im Bereich des Höpfenbühels abgezäunt. Bei der ehemaligen Modellsportanlage sollen ein Unterstand für die Tiere und ein Wetterschutz für das ergänzende Winterfutter eingerichtet werden. Am Anfang sollen in dieser Anlage maximal drei bis fünf Pferde gehalten werden.

Das Projekt verfolgt zum einen das Ziel, diesen seltenen Tieren ein ideales Umfeld zu bieten, zum anderen bietet es auch die Möglichkeit, eine halboffene, beim Abfließen von Hochwässern günstige Wald-Weide-Landschaft zu erhalten bzw. wieder herzustellen. Dadurch wird das ganze Jahr über eine extensive Beweidung mit robusten Pferde- und Rinderrassen möglich.

Weitere Informationen: Josef Jahrmann, Telefon 0664/420 14 14.


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