06.11.2006 | 07:47

Investitionsschub für das Waldviertel

LH Pröll: Chancen und Möglichkeiten dieser Region optimal nutzen

Die Entwicklung des Waldviertels ist auch in den nächsten Jahren ein ganz zentrales Anliegen der Landespolitik. Um die Chancen und Möglichkeiten dieser Region optimal nutzen zu können, soll vor allem die Infrastruktur weiter ausgebaut werden, kündigte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am Sonntag in der Radiosendung „Forum NÖ“ an. Als konkretes Beispiel nannte der Landeshauptmann den weiteren Ausbau der Hauptverkehrsachsen Krems – Gföhl – Zwettl – Vitis und Stockerau – Maissau – Horn – Gmünd. Durch die Anbindung der Franz-Josefs-Bahn an die so genannte Tullnerfeldschleife im Zuge des Neubaus der Westbahn wird es künftig auf der Strecke Gmünd - Wien eine Fahrzeitverkürzung von bis zu 30 Minuten geben. Für den obersten Verkehrsplaner des Landes, Prof. Friedrich Zibuschka, wird das Waldviertel damit wesentlich besser an den Großraum Wien angeschlossen.

Auch die Entwicklung des Waldviertels als Wirtschaftsstandort wird laut Landeshauptmann Pröll forciert. So werden in den nächsten Jahren rund 70 Millionen Euro aus der Regionalförderung in die Stärkung der Leitbetriebe der Region investiert. Dazu sollen Arbeitskräfte, die das Waldviertel braucht, im Waldviertel ausgebildet werden. Deshalb gibt es seit kurzem in Waidhofen an der Thaya einen neuen Fachhochschul-Studiengang für „Wirtschaftsingenieure“, in Krems einen neuen Studiengang für „Unternehmensführung“ und in Gmünd einen Aufbaulehrgang für „Tourismus und Gesundheit“.

In Ottenschlag wiederum wird ein Präventivmedizinisches Zentrum (Kosten rund 22 Millionen Euro) mit 90 Arbeitsplätzen errichtet, in Traunstein ist ein Kurzentrum (Kosten rund 16 Millionen Euro) mit rund 70 Arbeitsplätzen geplant. Zusätzliche Impulse für die Region erwartet sich der Landeshauptmann außerdem von der grenzüberschreitenden Landesausstellung 2009 in Horn, Raabs und im tschechischen Telc.

Weiters soll der gesamte Energiebedarf des Waldviertels in zehn Jahren aus der Region selbst kommen. Deshalb werden im Waldviertel in den nächsten Jahren unter anderem 50 zusätzliche Biomasse-Anlagen errichtet. „All diese Investitionen sind eine enorme Chance für das Waldviertel, das sich derzeit in einer entscheidenden Entwicklungsphase befindet“, ist Landhauptmann Pröll überzeugt.


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