20.11.2006 | 08:08

LH Pröll sieht enormes Entwicklungspotenzial für das Weinviertel

Investitionen in Infrastruktur, Wirtschaft, Tourismus und erneuerbare Energie

Eine dynamische Entwicklung bei Betriebsansiedlungen, einen steten Aufwärtstrend im Tourismus und insgesamt auch einen Zuwachs bei der Bevölkerung: Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll ist es wichtig, dass von dieser Aufbruchstimmung im Weinviertel auch die weniger dynamischen Regionen profitieren. „Deshalb werden die Erreichbarkeit des Weinviertels laufend verbessert und die Anbindung an Zentren wie Wien, Pressburg und Brünn weiter ausgebaut“, betonte der Landeshauptmann am Sonntag in der Radiosendung „Forum NÖ“.

Dazu gehören laut Prof. Friedrich Zibuschka, oberster Verkehrsplaner des Landes, vor allem die Weinviertel Schnellstraße (Wien - Stockerau – Hollabrunn – Kleinhaugsdorf), die Marchfeld Schnellstraße (Wien – Marchfeld – Pressburg) und der Bau der Nordautobahn. Wien soll künftig von Mistelbach aus in 30 Minuten (derzeit 45 Minuten) erreichbar, die Strecke St. Pölten - Laa an der Thaya in 70 Minuten (jetzt 90 Minuten) bewältigbar sein.

Dazu wird noch heuer der Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke Wien – Laa an der Thaya fertig gestellt. Die Elektrifizierung der Bahnverbindung Retz – Znaim wurde kürzlich in Angriff genommen. Die Fahrzeit auf der Verbindung Laa an der Thaya – Wien/Leopoldau (Anbindung an die U 1) soll künftig somit nur mehr 1 Stunde (derzeit 1 Stunde und 20 Minuten) betragen.

Um das Weinviertel auch wirtschaftlich zu stärken, kündigte der Landeshauptmann in den nächsten Jahren Investitionen von 70 bis 80 Millionen Euro in die Leitbetriebe der Region an. An den wichtigsten Hauptverkehrsachsen im Weinviertel werden zudem die Betriebsansiedlungen forciert. Pröll: „Zusätzlich bauen wir die bestehenden Regionalen Innovationszentren in Hollabrunn, Gänserndorf, Mistelbach und Strasshof weiter aus, um Jungunternehmer in die Region zu bringen bzw. in der Region zu halten.“

Neben zusätzlichen Ausbildungsangeboten (neue AHS in Korneuburg, HTL für Gesundheitstechnik in Mistelbach, einem Sprachkompetenz-Zentrum in Deutsch-Wagram und dem Fachhochschul-Studiengang „Betriebswirtschaft“ in Hollabrunn) soll auch der Rad-, Wellness- und Kulturtourismus im Weinviertel weiter angekurbelt werden.

Außerdem werden im Weinviertel, das nach wie vor zu den bedeutendsten Agrarregionen Österreichs zählt, in den nächsten Jahren u. a. 10 weitere Biomasse-Anlagen errichtet. Mit dem Ziel, die Produkte aus der Landwirtschaft verstärkt für die Energie-Gewinnung (erneuerbare Energie) zu nutzen. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur landesweiten Energie-Strategie: nämlich bis 2020 den Anteil der erneuerbaren Energie am Gesamtenergiebedarf von derzeit 20 auf 50 Prozent zu erhöhen“, so Landeshauptmann Pröll abschließend.


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