11.08.2006 | 11:21

Virtuelle Kunstwelten im Datenspeicher

Archiv digitaler Kunstwerke an Donau-Universität Krems angesiedelt

Obwohl interaktive Installationen digitaler Kunst in den letzten zwei Dekaden auf Ausstellungen und Kunstfestivals großen Publikumszuspruch erhielten und mehr denn je die Theoriedebatte der Gegenwartskunst bestimmen, wurde es lange Zeit versäumt, diese zeitgenössische Kunstform auch systematisch zu sammeln. Dieser Herausforderung hat sich das Pionierprojekt „virtualart.at“ gestellt, das vom deutschen Medienkunstgeschichte-Experten Univ.Prof. Dr. Oliver Grau entwickelt wurde und seit kurzem am Zentrum für Bildwissenschaften der Donau-Universität Krems angesiedelt ist.

Primäres Ziel der Datenbank ist es, die digitale Kunst mit ihrer sprunghaften Entwicklung überschaubar zu machen und so zu ihrem Erhalt beizutragen. Vor Veröffentlichung der Dokumente müssen Künstler stets ihr Einverständnis geben, um rechtliche Probleme zu vermeiden. Als erste in diesem Feld dokumentiert die „Database for Virtual Art“ des Zentrums für Bildwissenschaften die rasanten Entwicklungen in der zeitgenössischen Medienkunst und gilt bereits als heute international umfassendstes Archiv digitaler Kunstwerke.

Im Rahmen eines Workshops bei der EVA-Konferenz (Electronic Information, the Visual Arts and Beyond) am 27. August in Wien wird die Datenbank „virtualart.at“ öffentlich präsentiert werden.

Weitere Informationen: Donau-Universität Krems, Monika Weisch, Telefon 02732/893-2255, e-mail monika.weisch@donau-uni.ac.at.


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