04.09.2006 | 07:50

LH Pröll überreichte Gottfried Laf Wurm hohes Ehrenzeichen

Ausstellung in Mistelbach zeigt vier Jahrzehnte seines Schaffens

Er ist nicht nur der bekannteste Maler des Weinviertels, er ist auch einer der bekanntesten Künstler Niederösterreichs. Die Rede ist von Gottfried Laf Wurm, der am 4. September seinen 60. Geburtstag feiert. Aus Anlass dieses runden Geburtstages ist dem Jubilar im Mistelbacher Barockschlössl derzeit eine Ausstellung gewidmet, die einen repräsentativen Querschnitt seines 40-jährigen künstlerischen Schaffens zeigt.

Eröffnet wurde die Schau am Samstag von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, der dem Weinviertler Künstler für seine Verdienste um das Bundesland Niederösterreich auch das Goldene Ehrenzeichen überreichte. Für Pröll ist Laf Wurm ein begnadeter Künstler, der seine Talente genutzt hat und gleichzeitig eine ungeheure Sensibilität zu Tage legt. "Gottfried Laf Wurm ist eine ungeheure Kraftquelle und eine Galionsfigur. Er bekennt sich nicht nur zu Niederösterreich, sondern er ist auch ein begeisterter Niederösterreicher geworden", so Pröll.

Der gebürtige Wiener machte zunächst eine Ausbildung zum Elektromechaniker und Flugtechniker und besuchte als Werkstudent die Wiener Kunstschule und die Hochschule für angewandte Kunst. Da Gottfried Laf Wurm mit seiner Malkunst nicht das Auslangen finden konnte, nimmt er den Job eines Nachtwächters in den Werkstätten des Bundesdenkmalamtes an - eine Tätigkeit, die er jahrzehntelang ausübte.

In den siebziger Jahren zieht Wurm von Jedlesee nach Lassee im Marchfeld, wo er in einer ehemaligen Bäckerei auch die "Marchlandpresse" - eine Atelier-Druckwerkstatt - einrichtet. Zur Malerei kommt nun auch Linol- und Farblinolschnitt. In dieser Werkstatt werden zudem Bücher in limitierter Auflage mit dem befreundeten Schriftsteller Friedrich Heller hergestellt.

Mit der Ausstellung im Barockschlössl möchte Gottfried Laf Wurm vor allem vier Jahrzehnte seines künstlerischen Schaffens Revue passieren lassen. "In diesen vier Jahrzehnten habe ich auch viele Freunde gewonnen", zeigte sich Laf Wurm dankbar. Und er ist auch davon überzeugt, dass Künstler ohne öffentliche Anerkennung nicht leben könnten. Die Auszeichnung des Landes nehme er nicht für sich, sondern "für die Kultur im Weinviertel entgegen".


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