27.09.2006 | 08:52

Niederösterreichs Lebensmittelkaufmannpreis 2006 verliehen

Gabmann: Ziel ist Sicherung der Nahversorgung

Im ORF-Landesstudio in St. Pölten wurde gestern im Beisein von Landeshauptmannstellvertreter Ernest Gabmann und NÖ Wirtschaftskammerpräsidentin Sonja Zwazl der NÖ Lebensmittelkaufmannpreis 2006 verliehen. Der erste Platz ging an die Firma „Nah & Frisch Christine“ aus Waldegg im Bezirk Wiener Neustadt. In einem neuen Gebäude, in dem auch eine Arztpraxis und sieben Wohnungen untergebracht wurden, konnte die Nahversorgung Waldeggs mit Hilfe des Landes Niederösterreich, der Aktion NAFES und des Großhandelshauses Kastner gesichert werden.

Auf Platz zwei landete die Firma Johann Enne aus Großebersdorf, die Nahversorgungsgeschäfte wieder eröffnete, und zwar in Stetten im Bezirk Korneuburg (2001), in Großebersdorf im Bezirk Mistelbach (2003) und in Hagenbrunn im Bezirk Korneuburg (2005). Den dritten Platz errang die Firma Eurospar Unfried Senior GmbH in Korneuburg, die gemeinsam mit ARGEV und TOMRA ein Gemeinschaftsprojekt für die Entsorgung von PET-Flaschen startete. Der Sonderpreis ging an das Projekt „Lebensmittelnahversorgung – Schule“ der Kaufleute des Bezirkes Bruck an der Leitha.

Gerade die Nahversorger hätten die schwierigsten Rahmenbedingungen, sagte Gabmann. Nur mit kreativen Ideen könnten sie ihre Betriebe aufrechterhalten. Das Land hätte größtes Interesse daran, dass die Nahversorgung flächendeckend funktioniert. Alle Maßnahmen des Landes und der Wirtschaftskammer wären aber wertlos, wenn nicht die Unternehmen selbst die Angebote annehmen und mit viel Ideen, Kreativität und Fleiß versuchen, die Nahversorgung sicherzustellen.

Dieses Konzept sei für alle Lebensmitteleinzelhändler wichtig, meinte Zwazl. Mit großartigen Ideen hätten die vorgestellten Nahversorger das geschafft und dabei auch Einblicke in ihre täglichen Geschäftsabläufe gegeben. Der Lebensmitteleinzelhandel komme seinem Auftrag nach und bilde heuer 630 Lehrlinge aus, um 50 mehr als im Vorjahr.

Anlass für die Schaffung des NÖ Lebensmittelkaufmannpreises – der Preis wurde zum 9. Mal vergeben - war der wachsende Konkurrenzdruck auf die niederösterreichischen Einzelhändler. Verbrauchermärkte an den Stadträndern mit immer größeren Verkaufsflächen führten zur Entkernung der Zentren, niedrige Einkaufsspannen verschärften den Wettbewerb im Handel. Angespornt durch Geldpreise bis zu 5.000 Euro, eine eigene Sendung auf Radio Niederösterreich, vor allem aber durch Erfolgsbeispiele haben auch heuer wieder zahlreiche Unternehmer ihre Ideen eingereicht.


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