06.09.2006 | 12:03

Schwechat gewann „VCÖ-Mobilitätspreis Niederösterreich“

Plank: „Verkehrsfreundliches Geschehen“ vor Ort forcieren

Im St. Pöltner Landhaus wurde heute die Stadtgemeinde Schwechat als Siegerin des diesjährigen „VCÖ-Mobilitätspreises Niederösterreich“, der unter dem Motto „energieeffizient mobil“ stand, präsentiert und ausgezeichnet. Der Preis, der auf die Durchführung des Schwechater Projektes „Klimaschutzpaket Verkehr“ zurückzuführen ist, wurde Bürgermeister Hannes Fazekas von Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank, VCÖ-Sprecher Mag. Christian Gratzer und Postbus-Regionalmanagerin Petra Höfinger übergeben.

„Das Thema Mobilität ist ein essentielles Thema, Fragen dazu stehen deshalb auch im Mittelpunkt politischer Überlegungen“, betonte Plank. Aber auch Eigenverantwortung und Spritsparen seien hier relevante Themen. Zielsetzung sei es etwa, den Energieverbrauch zu senken, eine Vernetzung von öffentlichen Verkehr und Individualverkehr voranzutreiben und zu kommunizieren. In diesem Zusammenhang werde auch die Zusammenarbeit mit den Gemeinden forciert. Das Land Niederösterreich werde deshalb weiterhin in die Themen „Alltags-Radverkehr“ und „Spritsparen“ investieren, meinte Plank.

Die Stadt Schwechat hat im Rahmen ihres „Klimaschutzpakets Verkehr“ zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die zu einer Verringerung des Energieverbrauches und damit zur Reduktion der CO2-Emissionen geführt haben. Beispielsweise wurden vor Ort die Bedingungen für das Radfahren verbessert, die Tempo-30-Zonen erweitert, die Einhaltung dieses Tempolimits durch eine private Radar-Überwachungsfirma kontrolliert und für die Wochenenden ein Anrufsammeltaxi eingerichtet. Zudem werden die Buslinien, die von Schwechat nach Wien zur U 3 und U 1 führen, von der Stadt mitfinanziert. Auch der Kauf einer ÖBB-VorteilsCard, die es ermöglicht, um bis zu 50 Prozent billiger Bahn zu fahren, wird von der Stadt mit 20 Euro gefördert. Beim Kauf eines Fahrradanhängers werden ebenfalls 20 Prozent des Kaufpreises von der Stadt übernommen. Zusätzlich steuert die Stadtgemeinde beim Kauf eines Erdgas-Fahrzeuges 200 Euro bei, im Falle des Einbaus eines Dieselruß-Partikelfilters sind es 100 Euro.

Laut VCÖ-Sprecher Gratzer schaut es in Niederösterreich punkto energieeffizientem Verkehr „gut aus“. Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt, dass die NiederösterreicherInnen im Durchschnitt pro Kopf und Jahr 2.650 Kilometer energieeffizient zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf so genannten „Alltagswegen“ zurücklegen. Durch diese „autofreien Kilometer“ werden pro Jahr und Person rund 185 Liter Sprit gespart und 270 Kilogramm CO2-Emissionen vermieden. Im Durchschnitt spare sich damit jede Person 200 Euro Spritkosten, so Gratzer. Um „Spritspar-Tipps“ einem weiten Bevölkerungskreis zugänglich zu machen, hat der VCÖ einen entsprechenden Leitfaden erstellt, der unter 01/893 26 97 bzw. unter vcoe@vcoe.at oder www.vcoe.at erhältlich ist.

Nähere Informationen: VCÖ-Kommunikation, Mag. Christian Gratzer, Telefon 01/893 26 97, e-mail christian.gratzer@vcoe.at bzw. Büro LR Plank, Dr. Christian Milota, Telefon 02742/9005-12701, e-mail christian.milota@noel.gv.at.


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