07.12.2006 | 11:26

Land sichert Finanzierung des NÖ Rettungswesens

Pröll: Damit ist auch in Zukunft flächendeckende Versorgung gewährleistet

Als klares Bekenntnis zum überregionalen Rettungs- und Krankentransportsystem sowie zum Freiwilligenwesen bezeichnete Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll die heute präsentierte Einigung über die künftige Finanzierung des Rettungswesens in Niederösterreich. Konkret wird das Land einen einmaligen Zuschuss in der Höhe von 3,5 Millionen Euro leisten. Gleichzeitig werden die für das Rettungswesen jährlich zur Verfügung gestellten Mittel in der Höhe von derzeit 10,1 Millionen Euro auf 11,7 Millionen aufgestockt. „Damit ist auch künftig die Funktionsfähigkeit eines flächendeckenden Rettungswesens in Niederösterreich gewährleist“, ist Pröll überzeugt.

Auch organisatorisch wurden die Weichen neu gestellt. Das Land beteiligt sich mit 66 Prozent an der Leitstellen-Entwicklungs-, Betriebs- und Integrationsgesellschaft (LEBIG) und fungiert damit als enger Partner des Roten Kreuzes Niederösterreich. Die von LEBIG koordinierten Einsätze betragen laut dem Landeshauptmann jährlich rund 800.000; ca. 500.000 Menschen, also nahezu ein Drittel der niederösterreichischen Bevölkerung, seien auf diese Hilfe angewiesen. „Diese gute und tragfähige Partnerschaft“ sei auch wichtig für die rund 15.000 Ehrenamtlichen im Rettungswesen in Niederösterreich.

Nicht zuletzt auf Grund der öffentlichen Diskussionen rund um das Rettungswesen in Niederösterreich in den vergangenen eineinhalb Jahren habe er, Pröll, diese Angelegenheit zur „Chefsache“ gemacht und Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten, das die Sicherstellung eines funktionsfähigen Rettungswesens in Niederösterreich gewährleistet. Auch mit dem Ziel, bei diesem Thema von den Emotionen wieder hin zu mehr Sachlichkeit zu kommen.

Die Verhandlungen hätten laut Sobotka rund ein Jahr gedauert, Ausgangslage für dieses Ergebnis sei eine Studie gewesen. Zudem habe man sich entschlossen, alle Kosten des Notarztwagensystems in den vorangegangenen Jahren abzugelten (Einmalzahlung).

Der Präsident des NÖ Roten Kreuzes, Willibald Sauer, bezifferte die „Zeitspende“ der Freiwilligen im NÖ Rettungswesen mit 70 Millionen Euro. Zusätzlich zu den rund 15.000 Freiwilligen gebe es rund 680 hauptamtliche Mitarbeiter, die allesamt 365 Tage im Jahr 24 Stunden im Einsatz seien, um den Menschen zu helfen.


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