20.10.2006 | 10:50

Land NÖ steht Rettung partnerschaftlich zur Seite

Sobotka: „Erster Schritt, bei dem alle Partner an einem Strang ziehen“

„Die Analyse zeichnet erstmals ein klares Bild über die derzeitige Situation der Rettungsorganisationen und sinnvolle Reformschritte. Alle Partner stehen nun hinter dieser Ist-Erhebung. Damit haben wir jetzt alle Voraussetzungen, um die Umsetzung der nächsten Schritte in Angriff zu nehmen“, erklärte Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka zu der von FOCUS erarbeiteten Studie, die den jährlichen Abgang im überörtlichen Rettungswesen, also dem Notarztwagen und dem Katastrophenschutz, zahlenmäßig definiert..

Im ersten Schritt nimmt das Land Niederösterreich seine Verantwortung in der Finanzierung wahr. Schon in den letzten fünf Jahren wurden die Zuweisungen des Landes vervierfacht – 2005 flossen 8,5 Millionen Euro an die Rettungsorganisationen. Jetzt wird das Land einen zusätzlichen Beitrag zur Finanzierung des überörtlichen Rettungswesens leisten. Die 1,18 Millionen Euro Abgang aus Katastrophenhilfe und Notarztwesen wird das Land aufbringen. Gleichzeitig sollen im nächsten Schritt die Rettungsorganisationen die durch die Studie aufgezeigten Reformschritte umzusetzen.

Im dritten Schritt bietet das Land Niederösterreich an, mehrheitlich in die Rettungsleitstelle LEBIG einzusteigen, wobei das Land die von der LEBIG verlangten 6,60 Euro pro Einsatz weiterhin zusagen würde. Damit würden nicht nur Rettungsorganisationen und Gemeinden entlastet, sondern würde vor allem die Planungssicherheit für die nächsten Jahre gewährleistet. Diese Schritte sollen in gemeinsamen Arbeitssitzungen bis Mitte November fixiert werden, um damit das Rettungswesen auf Jahre finanziell abzusichern.

„Mit diesen Reformen möchten wir aber nicht nur die finanzielle Lage der Rettung verbessern. Uns geht es auch darum, die beste Versorgung für die Patienten zu gewährleisten und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen für die vielen Freiwilligen zu verbessern. Wir wollen erreichen, dass die Steigerung der Qualität im Rettungswesen direkt den Patienten zu gute kommt. Auch in Zukunft muss jeder Niederösterreicher und jede Niederösterreicherin darauf vertrauen können, im Notfall die beste Versorgung zu erhalten“, betont Sobotka.

Laut Focus gibt es eine Reihe von Reformschritten, die insgesamt Einsparungen von 3,8 Millionen Euro bei Rotem Kreuz und ASBÖ ermöglichen. So sollen zum Beispiel künftig eine Hauptbezirksstelle pro Bezirk bestehen, das Freiwilligenmanagement verbessert und der zentrale Einkauf ausgebaut werden. Wichtige Maßnahme ist außerdem die professionelle Veranlagung von Sparguthaben unter einer Hand.

„Nur wenn hier alle Partner – also Rettungsorganisationen, Land, Bund, Gemeinden und die Sozialversicherungsträger – an einem Strang ziehen, ist eine Finanzierung des Rettungswesens für die Zukunft gesichert. Die Vorarbeiten und Untersuchungen sind abgeschlossen, wir arbeiten jetzt intensiv an der Umsetzung der nächsten entscheidenden Schritte“, so Sobotka abschließend.

Nähere Informationen: Büro LR Sobotka, e-mail christian.raedler@noel.gv.at, Telefon 02742/9005-12319.


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