06.11.2006 | 12:44

125.000 BesucherInnen im Archäologischen Park Carnuntum

Bohuslav: Jährlich um eine Attraktion erweitern

Im Archäologischen Park Carnuntum wurde heute, 6. November, der 125.000. Besucher des heurigen Jahres präsentiert. Es handelt sich dabei um DDr. Harald Richar aus Wien, der den Park am gestrigen Sonntag besuchte. Im Zuge der Veranstaltung zogen Landesrätin Dr. Petra Bohuslav, Archäologischer Leiter Mag. Franz Humer und Geschäftsführer Makus Wachter Bilanz über das heurige Jubiläumsjahr, in dem Carnuntum sein 2000-jähriges Bestehen feiert, und gewährten einen Ausblick in das kommende Jahr.

So konnte heuer gegenüber dem Vorjahr ein BesucherInnen-Zuwachs von 60 Prozent verzeichnet werden. Bei den Gästen handelte es sich zu 62 Prozent um Individual-BesucherInnen, zu 18 Prozent um Gruppen und zu 20 Prozent um Schulen; bei den IndividualbesucherInnen sind vorwiegend Familien mit Kindern. Rund 30 Prozent der TouristInnen stammten aus den Nachbarstaaten und hier zu 10 Prozent aus der Slowakei und aus Deutschland sowie zu 5 Prozent aus Ungarn bzw. aus den USA, Italien und Spanien. Zu den Highlights des heurigen Jahres zählten das „Römische Wohnhaus des Lucius“, das allein am Nationalfeiertag 2.500 Gäste anlockte, das Römerfest, eine Operngala mit Montserrat Caballé oder auch die Sonderausstellung „Legionsadler und Druidenstab“.

„Der Archäologische Park Carnuntum ist ein großartiges Beispiel dafür, wie sich ein Kulturbetrieb entwickeln kann, wenn man Geschichte zum Anfassen anbietet. Im heurigen Jubiläumsjahr wurden zahlreiche großartige Marketingaktivitäten gesetzt, und in Zukunft wird Carnuntum gleichsam jährlich um eine Attraktion erweitert. So wird ein Besuch in Carnuntum zu einem Erlebnis“, meinte Landesrätin Bohuslav. Durch die durchschnittlichen Ausgaben der Gäste in Höhe von 45 Euro pro Kopf und Tag habe eine Wertschöpfung von 5,6 Millionen Euro erzielt werden können. Die 26 Millionen Euro, die von Seiten des Landes bis 2011 in die Region investiert werden, hätten auch einen unmittelbaren Effekt auf den Arbeitsmarkt. Ziel sei es, Carnuntum zu einer kulturtouristischen Destination von Weltrang und zum Wirtschaftsmotor der Region zu machen, betonte Bohuslav.

Für heuer steht noch die Ausstrahlung der „Universum“-Dokumentation „Weltstadt im Land der Barbaren“ am kommenden Donnerstag, 9. November, um 21.05 Uhr in ORF 2 an. Am 12. November, dem letzten Öffnungstag, wird ein Tag der Familie bzw. eine „Backstage-Zeitreise ins verborgene Carnuntum“ in der Kulturfabrik Hainburg abgehalten. Am 15. und 17. Dezember steht außerdem ein römischer Weihnachtsmarkt am Programm. 2007 ist dann der Aufbau einer römischen Stadtvilla geplant; auch die Gladiatorenvorführungen werden im kommenden Jahr wieder abgehalten. Zudem befindet sich ein „Fest der römischen Musik und des römischen Tanzes“ in Planung.

Nähere Informationen: Archäologischer Carnuntum Betriebsg.m.b.H., Dr. Markus Wachter, Telefon 02163/3377, e-mail info@carnuntum.co.at, www.carnuntum.co.at, bzw. Büro LR Bohuslav, Mag. Florian Aigner, Telefon 02742/9005-12199, e-mail florian.aigner@noel.gv.at.


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