06.09.2006 | 10:51

Kein Pflegebedürftiger in Niederösterreich unversorgt

Sobotka: 44 Prozent des Landesbudgets fließen in Gesundheit und Soziales

Rund 66.000 hilfs- und pflegebedürftige Menschen gibt es derzeit in Niederösterreich. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird die Zahl der Hilfs- und Pflegebedürftigen in den nächsten Jahren wieder massiv steigen. Damit auch in Zukunft jeder Pflegebedürftige die notwendige Betreuung und Pflege erhalten kann, hat Niederösterreich vorgesorgt: Die Ausbildungsplätze in den Gesundheits- und Krankenpflegeschulen wurden seit 1999 um fast 100 Prozent auf 719 erhöht. Zudem werden bis 2011 die niederösterreichischen Pensionisten- und Pflegeheime um 206 Millionen Euro ausgebaut, auch in den Krankenhäusern bereitet man sich mit dem größten Ausbauprogramm im NÖ Spitalswesen auf den erhöhten Versorgungsbedarf vor.

Zur Steigerung der Attraktivität der Pflegeberufe hat Niederösterreich weiters ein neues, dreistufiges Ausbildungskonzept entwickelt, das als Grundlage für eine bundesweite Reform der Ausbildung dienen soll. Darüber hinaus hat Niederösterreich als einziges Bundesland Qualitätsstandards erarbeitet, die sowohl in den Landesheimen als auch in privaten Heimen umgesetzt werden.

Im Rahmen der NÖ Wohnbauförderung soll noch im Herbst in Kooperation mit dem NÖ Hilfswerk auch ein neuer Schwerpunkt umgesetzt werden, der Baumaßnahmen zur alters- und behindertengerechten Umgestaltung von Häusern und Wohnungen unterstützt.

„Mit diesen Maßnahmen schaffen wir die besten Vorraussetzungen für die optimale pflegerische Versorgung der niederösterreichischen Bevölkerung. Derzeit fließen rund 44 Prozent des niederösterreichischen Landesbudgets in den Bereich Gesundheit und Soziales. Damit finanzieren wir Krankenhäuser, Pflegeheime und mobile Dienste, aber auch das Pflegegeld, das derzeit 70.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher beziehen“, betont dazu Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka.

Zur aktuellen Debatte rund um den erhöhten Pflegebedarf meint Sobotka: „Wo ein Bedarf an Pflege besteht, muss für eine rasche Behebung gesorgt werden. Die Lockerung der Übergangsfristen für ausländische Pflegekräfte ist ein gangbarer kurzfristiger Lösungsweg. Man muss aber auch an langfristigen Konzepten arbeiten, um den steigenden Pflegebedarf österreichweit in den nächsten Jahren abdecken zu können.“

Nähere Informationen: Büro LR Sobotka, Telefon 02742/9005-12319, e-mail christian.raedler@noel.gv.at.


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