13.07.2006 | 14:42

Sobotka: Finanzierung des Rettungswesens sichergestellt

Focus-Studie konstatiert Möglichkeiten zur Einsparung

Sowohl das Rote Kreuz Niederösterreich als auch der ASBÖ Niederösterreich würden klagen, dass es ihnen an Geld fehle, sagte heute Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka bei einer Pressekonferenz im Landhaus in St. Pölten, die er gemeinsam mit dem Präsidenten des Roten Kreuzes Niederösterreich, Willi Sauer, gab. Immerhin würden im Roten Kreuz Niederösterreich und im ASBÖ über drei Millionen Stunden jährlich von Freiwilligen geleistet, das ergäbe, wenn man pro Stunde 20 Euro verrechnete, einen Gegenwert von 62 Millionen Euro pro Jahr.

Um die Finanzierung des Rettungswesens in Niederösterreich jetzt aber auf eine solide Basis zu stellen, sei die Management-Consulting-Firma Focus beauftragt worden, in einer Studie die Strukturen und die finanzielle Lage der Rettungsorganisationen zu beleuchten. Diese Studie mit über 400 Seiten liege jetzt vor, werde heute Nachmittag den Rettungsorganisationen übermittelt und zeige, dass für sie zwar kein akuter Sanierungsbedarf bestehe, man aber Reformen einleiten müsse. Sobotka: „Ich gehe davon aus, dass keine Orts- oder Bezirksstelle der Rettungsorganisationen geschlossen werden muss.“ Er rechne damit, dass mit 1. Jänner 2007 bei den Rettungsorganisationen neue Strukturen wirksam werden.

Laut Focus gebe es beim Roten Kreuz und beim ASBÖ pro Jahr 3,8 Millionen Euro an Einsparungsmöglichkeiten, meinte Sobotka. „Viele kleine Schritte sind dafür notwendig“, so müssten die Bezirksstellen effizienter organisiert, das Management von Freiwilligen und Zivildienern professionalisiert, Standardisierungsprozesse vorgenommen und eine zentrale Einkaufsorganisation geschaffen werden.

Auch das Land Niederösterreich nehme seine Verantwortung bei der Finanzierung der Rettungsorganisationen wahr, erläuterte Sobotka weiter. Schon in den letzten fünf Jahren seien die Zuweisungen des Landes um insgesamt 350 Prozent erhöht worden, 2005 seien 8,5 Millionen Euro an die Rettungsorganisationen geflossen.

Die Rettungsleitstelle LEBIG sei ein wichtiges Steuerungsinstrument; hier werde das Land die Rettungsorganisationen unterstützen und mindestens 51 Prozent dieser Organisation übernehmen. Sobotka betonte auch, die eigentliche Aufgabe der LEBIG sei es, Notrufe und Krankentransporte zu managen, sie sei damit voll ausgelastet. Einsätze der Feuerwehr und der Polizei über die LEBIG zu koordinieren, sei daher derzeit überhaupt kein Thema.

Weitere Informationen: Büro LR Sobotka, Christian Rädler, Telefon 02742/9005-12319.


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