30.06.2006 | 12:58

LH Pröll und LR Plank im vom Hochwasser betroffenen Gebiet

„Lage ist kritisch, aber momentan unter Kontrolle“

Die Lage sei „kritisch, aber momentan unter Kontrolle“, erklärte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute, Freitag, bei einer Pressekonferenz in Raabs an der Thaya, nachdem er sich ein Bild von der Hochwassersituation im nördlichen Waldviertel gemacht hat. In den meisten Gemeinden in den Bezirken Waidhofen an der Thaya, Gmünd, Horn und Hollabrunn gebe es bereits eine gewisse Entspannung. Sorgen bereite der in den nächsten Stunden noch zu erwartende Regen.

„Diese Katastrophe hat uns mit voller Härte getroffen und eine beispielhafte Hilfsbereitschaft ausgelöst. Hunderte freiwillige Helfer, rund 3.500 Feuerwehrmänner, Soldaten des Bundesheeres und Freiwillige der Rettungsorganisationen, arbeiten bis zur völligen Erschöpfung, um noch Schlimmeres zu verhindern“, so Pröll, der allen Helfern für ihren Einsatz besonders dankte.

Der Landeshauptmann rechnet damit, dass bereits in der kommenden Woche die ersten Gelder für die Betroffenen ausgezahlt werden können. Die Schäden werden nun von Schadenskommissionen, die in den Gemeinden eingerichtet werden, gemeinsam mit den Sachverständigen erhoben. Der Landeshauptmann kündigte auch an, dass alle Schadensmeldungen, die bei den zuständigen Landesstellen einlangen, sofort abgewickelt werden. „Mit diesen Maßnahmen wollen wir den Betroffenen wieder Hoffnung und Zuversicht geben. Wir sind bemüht, so rasch und effizient wie möglich zu helfen.“

Die extrem heftigen Regenfälle haben seit gestern im nördlichen Waldviertel zu einer dramatischen Hochwassersituation geführt. Die Pegel der Thaya und vieler Zubringer waren innerhalb kurzer Zeit enorm gestiegen. Insgesamt sind im Bezirk Waidhofen an der Thaya rund 1.500 Bauwerke schwer beschädigt. Besonders betroffen sind Raabs an der Thaya, wo der Hauptplatz unter Wasser steht und große Zerstörungen an den Häusern erkennbar sind. Im Bezirk Gmünd sind vor allem die Abschnitte Schrems, Gmünd und Litschau von örtlichen Überflutungen betroffen. In der Stadtgemeinde Hardegg im Bezirk Hollabrunn wurden Pkw und Wohnwägen von den Wassermassen weggeschwemmt.


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