26.06.2006 | 13:52

NÖ Umweltpolitik: Bilanz und Ausblick

Plank: Umfassendes und vernetztes Thema

In Wien informierte heute, 26. Juni, Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank über die Umweltpolitik in Niederösterreich. Dabei wurde sowohl auf die im Jahr 2005 getroffenen Maßnahmen als auch auf die weitere strategische Ausrichtung bzw. auf künftige Schwerpunkte eingegangen. „Umweltpolitik ist ein sehr umfassendes und vernetztes Thema, das koordiniert werden muss und kein ‚Zickzackkurs’ sein kann. Umweltpolitik bedeutet auch ‚nachhaltiges Denken und Handeln’ und spannt den Bogen von der Erhaltung und dem Schutz von Boden, Luft und Wasser bis hin zu Ressourcen schonender Wirtschafts- und Lebensweise. Ziele bleiben die Schaffung und Sicherung hochwertiger Arbeitsplätze sowie die Stärkung der Krisen- und der Ernährungssicherheit“, meinte Plank einleitend.

Konkret präsentierte der Landesrat Details aus den Themenbereichen Abfallwirtschaft, Luft, Lärm, Klimaprogramm und Energie. Puncto Abfallwirtschaft sei man in Niederösterreich „offensiv unterwegs“. 96 Prozent der NiederösterreicherInnen würden sich mit dem aktuellen Abfallwirtschaftskonzept identifizieren; die Trennquote liege bei 57 Prozent. Die Aktion „Mehrwegbecher“, mit der man bisher bereits 150 Millionen Wegwerfbecher habe einsparen können, und die neue Elektrogerätesammlung, in deren Rahmen bisher über 6.700 Elektrogeräte gesammelt werden konnten, kämen sehr gut an. Für die Zukunft würden eine Reduktion im Bereich Deponierung sowie eine Fortführung der Altlastensanierung angestrebt.

Das Thema Luft bezeichnete Plank als „sensibel“; insgesamt stünden hier im Jahr 17 Millionen Euro an möglichen Förderungen bereit. Niederösterreichs Weg müsse hier weiter in Richtung Biomasse gehen; effiziente und saubere Anlagen hätten Priorität. In Zukunft werde etwa in die Luftgüteüberwachung investiert; die reine Luft stünde im Vordergrund, so Plank.

Im Bereich Lärm soll es zu einer Fortsetzung des aktuellen „Pakets“ kommen: Rund 18 Millionen Euro wurden 2005 in den Lärmschutz auf Niederösterreichs Straßen investiert, bei der Bahn sollen in diesem Zusammenhang in den kommenden 15 Jahren 140 Millionen Euro investiert werden.

Puncto Klimaschutz habe man eine „umfassende Verantwortung“. Von 180 Maßnahmen habe man bisher 33 umgesetzt, 100 weitere seien in Bearbeitung. Hinsichtlich der Erreichung des Kyoto-Ziels habe man auch in Niederösterreich noch viel zu tun. „Das Ziel ist aber erreichbar“, so Plank. Der Schwerpunkt Verkehr sei und bleibe ein bedeutender Punkt; im Vordergrund stünde in Zukunft die „Mobilität bei Menschen, Waren und Dienstleistungen“. Einen besonderen Schwerpunkt stelle ab diesem Jahr die „regionale Mobilität“ dar. Das Thema „Fahrrad im Alltag“ spiele dabei eine bedeutende Rolle.

Der Bereich Energie bzw. Energiesparen ist derzeit laut Plank „die größte Herausforderung überhaupt“. „Wir haben unsere Chancen bei der erneuerbaren Energie gut genutzt. Bald kommen in Niederösterreich 14 Prozent des Stroms aus Ökostromanlagen“, betonte der Umwelt-Landesrat. Das Energiesparen sollte Planks Vorstellungen zufolge im Bereich Wohnbau künftig eine noch größere Rolle spielen; beispielsweise könnten die Sanierungserwartungen bei der Vergabe eines Baues ein Kriterium darstellen. Es gehe daher künftig um einen sparsamen Umgang mit Energie und weniger Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Im Bereich Windenergie stehe Niederösterreich sehr gut da und sei das „Windland Nr. 1“. Auch im Bereich Biogas sei Österreichs größtes Bundesland „ganz vorne“. Ziel sei, mit regional erzeugtem Biogas ins Netz zu gehen und dieses als Treibstoff zu verwenden.

Nähere Informationen: Büro LR Plank, Dr. Christian Milota, Telefon 02742/9005-12701, e-mail christian.milota@noel.gv.at.


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