13.06.2006 | 11:38

Fachtagung über „Trauma bei Kindern und Jugendlichen“

Traumata können durch außergewöhnliche Erlebnisse entstehen

Landesrätin Dr. Petra Bohuslav eröffnete heute im Landhaus in St. Pölten vor mehr als 260 TeilnehmerInnen die Fachtagung „Trauma bei Kindern und Jugendlichen - erkennen, verstehen, behandeln“. Die Tagung wurde vom EMDR-Institut Austria in Zusammenarbeit mit der NÖ Kinder & Jugend Anwaltschaft, der Fachstelle für Suchtvorbeugung, Koordination und Beratung, der Interessenvertretung der NÖ Familien, der NÖ Landesakademie und dem Psychosozialen Akutteam NÖ veranstaltet. Sie wird am Nachmittag in allen Sälen des Landhauses in Arbeitskreisen fortgesetzt.

Traumata können wegen verschiedenster außergewöhnlicher Erlebnisse entstehen. Ein Kind fühlt sich z. B. bei Misshandlung und Gewalt, bei Naturkatastrophen, schweren Erkrankungen oder Unfällen schutz- und hilflos ausgeliefert. Traumata hinterlassen aber unbehandelt oft lebenslang Spuren in Form von psychischen und körperlichen Symptomen, bei der die Lebensqualität und die Lebensgestaltung mehr oder minder stark beeinträchtigt werden.

„Gesundheit ist nicht das Freisein von Krankheit, sondern auch das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden. Dieses Gleichgewicht kann aber durch unvorgesehene, plötzliche Ereignisse gestört werden,“ so Bohuslav. Nicht richtig und rechtzeitig behandelt, könne das besonders bei Kindern und Jugendlichen zu psychischen und physischen Auswirkungen führen, die sie das ganze Leben begleiten. „Was in der Kindheit zerstört wurde, kann man im weiteren Leben nur ganz selten korrigieren“, betonte Bohuslav. Das Land Niederösterreich bemühe sich, z. B. bei Gewalt gegen Kinder und Jugendliche das soziale Auffangnetz engmaschig zu gestalten und arbeite hier mit sehr kompetenten Partnern zusammen.

„Nur wenn die Symptome ernst genommen werden und das Trauma eines Kindes frühzeitig erkannt wird, können wirksame Behandlungsmethoden angewendet und Folgeschäden vermieden werden“, meinte auch die NÖ Kinder & Jugend-Anwältin, Mag. Gabriela Peterschofsky-Orange.

Weitere Informationen: www.emdr-institut.at; www.kija-noe.at, Telefon 02742/908 11.


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