26.05.2006 | 13:17

Bilanz über ein halbes Jahr „Licht am Tag“

Kranzl: Autofahrer haben sich mittlerweile daran gewöhnt

Konsumentenschutz-Landesrätin Christa Kranzl, zog heute in St. Pölten in einer Pressekonferenz Bilanz über die vor einem halben Jahr in Österreich eingeführte gesetzliche Verpflichtung, beim Fahren mit einem Kraftfahrzeug das Licht auch am Tag einzuschalten.

Die Lichtpflicht verursache freilich auch einen höheren Spritverbrauch, so Kranzl. Bei den derzeit hohen Spritpreisen würden den österreichischen Autofahrern dadurch pro Jahr zusätzlich Kosten von 147 Millionen Euro entstehen. Dazu kämen noch z. B. Kosten durch den zusätzlichen Lampenverschleiß. Die österreichweite Unfallstatistik zeige aber auch einen Rückgang bei den Verkehrstoten. Heuer seien bisher 178 Menschen auf Österreichs Straßen ums Leben gekommen, im Vorjahr waren es in diesem Zeitraum 233 Tote. Kranzl: „Der Großteil der Autofahrer auf Österreichs Straßen hat sich mittlerweile an die Lichtpflicht gewöhnt.“ Hätten in Niederösterreich im November 2005 auf Autobahnen 88 Prozent der Fahrzeuglenker das Licht am Tag eingeschaltet, seien es im April 2006 bereits 95 Prozent gewesen. In den Ortsgebieten in Niederösterreich hätten im November 2005 69 Prozent der Fahrzeuglenker das Licht auch am Tag verwendet, im April 2006 89 Prozent.

Der Lenker eines Kraftwagens oder eines mehrspurigen Kraftrades hat seit einem halben Jahr stets auch tagsüber das Abblendlicht oder ein spezielles Tagfahrlicht zu verwenden, auch wenn keine Sichtbehinderung durch Regen, Schneefall oder Nebel vorliegt. Der Gesetzgeber schreibt dabei eine Lichtstärke von 400 Candela pro Scheinwerfer vor. Ab 15. April 2006 werden in Österreich die Fahrzeuglenker auch bestraft, die sich nicht an die Lichtpflicht halten. Die Pflicht zu Fahrten mit Licht am Tag in Europa besteht derzeit in Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Österreich, Norwegen, Kroatien, Slowakei, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien; ab 1. Juli 2006 auch in Tschechien.


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