22.05.2006 | 11:10

Gipfelgespräche der österreichischen Naturparke in Niederleis

Schabl: Koordinierungsstelle Trägerin von gemeinsamen Projekten

Vertreter der österreichischen Naturparke trafen sich kürzlich im Schloss Niederleis (Bezirk Mistelbach) zu einem Gipfelgespräch. Bei diesem „Naturparkgipfel 2006“ stellten die Bundesländer, so auch Niederösterreich, bzw. die Naturparke Konzepte und Leitbilder vor.

Im Laufe der mehr als vierzig Jahre dauernden Entwicklung sei in den niederösterreichischen Naturparken auch eine Vielfalt an Organisationsformen und Profilen entstanden, die das Gemeinsame bisweilen schwer erkennbar machen, sagte Landesrat Emil Schabl. Daher unterstütze die Abteilung Naturschutz beim Amt der NÖ Landesregierung die Naturparke Niederösterreichs bei der Einrichtung einer gemeinsamen Koordinierungsstelle. Diese Institution solle wie ein Cluster wirken: Die Koordinierungsstelle soll Trägerin von gemeinsamen Projekten wie von Schulprogrammen oder von Auftritten bei Messen werden. Sie soll durch ein gemeinsames Marketing auch neue Multiplikatoren ansprechen und zudem Ansprechpartner für Presse und Öffentlichkeit sein.

Das Land Niederösterreich werde dieser Koordinierungsstelle eine finanzielle Starthilfe geben, an der der Naturschutz und der Tourismus als wesentliche Akteure beteiligt seien, sagte Schabl weiter. Für die ersten drei Jahre seien Kosten von rund 300.000 Euro vorgesehen. Als Verein organisiert und mit einer Geschäftsführung ausgestattet, sei die Zusammenarbeit mit 22 niederösterreichischen Naturparken am besten gewährleistet. Am 23. Naturpark, „Landseer Berge“, hätte man nur einen kleinen, aber umso wichtigeren Anteil; auch er sei bereits Mitglied der ARGE burgenländischer Naturparke. Nach drei Jahren der Startphase soll dieser Verein so weit stabilisiert sein, dass er selbstständig agieren könne. Das Land soll hingegen künftig mehr beraten und kontrollieren sowie Pilotprojekte unterstützen. „Die Naturparke werden mit ihrer Aufgabe, dem gleichwertigen Miteinander von Naturschutz, Umweltbildung, Erholung und Regionalentwicklung, gemeinsam mit den beiden niederösterreichischen Nationalparken weiterhin die zukunftsorientierten Speerspitzen des niederösterreichischen Naturtourismus bleiben, so Schabl.

Weitere Informationen: Dr. Gerlinde Sauerschnig, Telefon 02742/9005-12223, e-mail gerlinde.sauerschnig@noel.gv.at.


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