15.05.2006 | 12:25

Zum Thema Gesundheit in Niederösterreich

Onodi: Hoch qualifizierte Versorgung der Bevölkerung sichern

Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi gab gemeinsam mit Landesrat Emil Schabl, Landtagsabgeordnetem Otto Kernstock und Nationalratsabgeordnetem Anton Heinzl heute in St. Pölten eine Pressekonferenz zum Thema „Gesundheit in Niederösterreich“.

„Wir wollen eine hoch qualifizierte Versorgung der Bevölkerung sichern“, sagte Onodi. Dabei seien die Prävention und die Aufklärung Schwerpunkte der Bemühungen. Die Bevölkerung solle für die Erhaltung der Gesundheit wieder sensibilisiert werden, auch solle man den Kampf gegen neue Volkskrankheiten, z. B. gegen Altersdiabetes, aufnehmen. Jedenfalls solle den Menschen die bestmögliche Behandlung angeboten werden. „Unser Grundsatz ist, dass jeder Mensch dann eine Behandlung bzw. Betreuung erhalten soll, wenn er oder sie das braucht, unabhängig vom Alter und vom Einkommen“, erläuterte Onodi.

Laut einer kürzlich vorgelegten Studie würden zwei Drittel aller ÖsterreicherInnen glauben, das sich nur noch wohlhabende Menschen eine Gesundheitsversorgung leisten können, erläuterte Onodi weiter. Daraus sei aber zu schließen, dass es keine zusätzlichen Selbstbehalte mehr geben kann. Hätte der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger im Jahr 2000 676 Millionen Euro an Selbstbehalten eingenommen, seien es im Jahr 2005 bereits 810 Millionen Euro gewesen. Das Kranksein sei in Österreich empfindlich teuer geworden.

Alle Reformschritte im Gesundheitswesen seien mit gemeinsamen Beschlüssen im NÖ Landtag gefallen, erinnerte Schabl. Niederösterreich sei auch das einzige Bundesland, das per Gesetz die Landesgesundheitskonferenz als eigenes Organ im Landesgesundheitsfonds eingerichtet habe. Dort würden die strategischen Vorhaben in der Gesundheitspolitik für die nächsten Jahre ausgearbeitet. Mit der LEBIG sei eine Alarmierungszentrale für Rettungsdienste in Niederösterreich geschaffen worden, die mittlerweile europaweit Bewunderung hervorrufe. Das Abfrage- und Alarmierungssystem für Rettungsdienste habe sogar den Zuschlag für die Fußball-WM 2006 erhalten. Auch würden Niederösterreichs Krankenhäuser als mittlerweile „rauchfreie Inseln“ eine Vorbildfunktion erfüllen. Die Plattform für betriebliche Prävention und Gesundheitsförderung sei eine weitere Idee aus Niederösterreich, die zu einer Verbesserung des Gesundheitswesens und - langfristig - auch zu einer Einsparung von Kosten führen würde.


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