05.05.2006 | 12:19

NÖ ist heuer Zentrum für internationale Musikwirkungsforschung

Sobotka: Musik hält uns gesund

„Die Wirkung von Musik als Ausgleich und Entspannung ist unumstritten. Im Rahmen der Initiative ‚Gesünder leben in Niederösterreich – tut gut’ soll die gesundheitsfördernde Wirkung von Musik möglichst vielen Mitbürgern zugänglich gemacht werden“, betonte Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka heute bei einer Pressekonferenz in Wien. Im Herbst werde in Baden im Rahmen des von der NÖ Landesakademie organisierten Kongresses „Mozart & Science“ eine interdisziplinäre Diskussion zwischen Vertretern verschiedenster Wissenschaften stattfinden.

Ziel dieser Veranstaltung ist es, die Musikwirkung in allen Facetten des Lebens, von der Lernforschung bis zur Therapie, vom „Mozarteffekt“ bis zur Musikmedizin, von der Kunst bis zur Wissenschaft, interdisziplinär zu bearbeiten. Dabei treffen erstmals Experten in den Disziplinen Biologie, Medizin, Mathematik, Musik, Pädagogik, Psychologie und Psychotherapie zum Gespräch über die Musikwirkung zusammen.

In Niederösterreich wird Musik als Therapieform vor allem in der psychiatrischen Behandlung eingesetzt. In den Landeskliniken Donauregion Tulln und Mostviertel kommt die Musiktherapie schon seit Jahren zum Einsatz. Mittlerweile sind auch im Landesklinikum Waidhofen an der Thaya zwei Musiktherapeuten im Einsatz, die jährlich rund 350 Patienten betreuen. Auch im Bereich der Pädagogik wird die positive Wirkung von Musik genutzt. So brachten zwei Pilotprojekte im Sonderpädagogischen Zentrum Hinterbrühl und in der Volksschule Perchtoldsdorf großartige Ergebnisse. „Kinder können durch Musiktherapie ihre Ausdrucksmöglichkeiten verbessern und die Kreativität steigern. Gleichzeitig werden überschäumende Emotionen spielerisch in Bahnen gelenkt. Mit dieser Methode finden verhaltensauffällige Jugendliche einen veränderten, neuen Zugang zur Gemeinschaft“, meinte Sobotka. Durch Töne, Geräusche und Klänge könne es zu neuen gruppendynamischen Entwicklungen kommen.

Für Sobotka setzen Rezeption, Produktion und Reproduktion von Musik nachhaltige Prozesse in Gang und haben damit sowohl eine diagnostische als auch therapeutische Funktion. Ein Schwerpunkt der Musiktherapie sei es, die körperliche, seelische und geistige Gesundheit zu verbessern und die Selbstständigkeit, Selbstverantwortung und Selbsthilfe zu fördern.

Nähere Informationen: Büro Landesrat Sobotka, Christian Rädler, Telefon 02742/9005-12319.


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