27.04.2006 | 15:57

LIFE-Natur-Projekt sichert Bestand der Großtrappe

Bis 2010 rund 5,8 Millionen Euro Gesamtkosten

In Goggendorf (Bezirk Hollabrunn) fand heute eine Pressekonferenz über den Schutz der Großtrappen statt. Dabei informierte Landesrat Emil Schabl über das LIFE-Natur-Projekt „Grenzüberschreitender Schutz der Großtrappe in Österreich“, das bis 2010 laufen wird und die Optimierung von rund 5.500 Hektar als österreichische Schutzfläche für diese Vogelart und als Brut- bzw. Nahrungsreviere vorsieht. Davon entfallen knapp 4.000 Hektar auf Niederösterreich und rund 1.500 Hektar auf das Burgenland.

Vor allem die Reduzierung der Verluste durch die Kollision der Großtrappen mit Leitungsdrähten, indem man diese markiert und teilweise verkabelt, ist ein Ziel dieses Projektes. Auch sollen die laufenden Trappenschutzprojekte in Ungarn und der Slowakei ergänzt werden; damit ist längerfristig ein Anstieg der gesamten westpannonischen Trappenpopulation zu erwarten.

In der Nähe des Veranstaltungsortes, bei der Wartberger Kirche, wird im Rahmen des LIFE-Natur-Projektes ein öffentlicher Trappen-Beobachtungsplatz eingerichtet.

Das LIFE-Natur-Projekt zum Schutz der Großtrappen in Österreich kostet bis 2010 5.840.760 Euro. Davon zahlt die EU 60 Prozent oder 3.504.456 Euro. In Niederösterreich beteiligen sich die EVN, der Verbund und die ÖBB finanziell an diesem Projekt. Das Land Niederösterreich steuert rund 100.000 Euro bei, weiters die fachliche Betreuung durch die Abteilung Naturschutz beim Amt der NÖ Landesregierung und die Ausarbeitung von Pflegemodellen für die Zeit von 2007 bis 2013. Koordinator dieses Projektes ist Mag. Rainer Raab.

Die österreichische Trappenpopulation ist, wie auch jene in der Slowakei und in Ungarn, jahrzehntelang kontinuierlich zurückgegangen. Durch bereits erfolgte Schutzmaßnahmen wurde der Trappenbestand in Niederösterreich aber stabilisiert. Ab 1995 wurden durch Maßnahmen des Vertragsnaturschutzes Trappenbrachen angelegt, die nur einmal im Herbst gemäht bzw. gehäckselt werden. 2001 unterzeichneten Österreich und die Slowakei ein Memorandum zur Stärkung des Schutzes der Großtrappen. Seit 2001 laufen im Rahmen des Programms „Ländliche Entwicklung“ EU-kofinanziert Trappenschutzprojekte im Weinviertel, im Marchfeld und auf der Rauchenwarther Platte.

Weitere Informationen: Amt der NÖ Landesregierung, Mag. Martin Tschulik, 02742/9005-14243.


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