07.04.2006 | 12:38

Neue Broschüre zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Kranzl: Kinderbetreuungsangebote weiter ausbauen

Bei einer Pressekonferenz in St. Pölten stellte heute Landesrätin Christa Kranzl eine Broschüre vor, die Probleme für junge Eltern bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie aufzählt und Änderungen vorschlägt. Diese 40-seitige Publikation hat in Niederösterreich eine Auflage von 5.000 Stück und wird bei Verteilaktionen weitergegeben.

In dieser Broschüre werden flexiblere, ganzjährige Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen, eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit von Kindergärten sowie ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem 3. Lebensmonat gefordert. Zudem soll die arbeitsrechtliche Situation der Kindergärtnerinnen verbessert werden.

Die im September 2006 in Kraft tretende Novelle des Kindergartengesetzes bringe „einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung“, erläuterte Kranzl. In Zukunft seien Kindergärten im Sommer nur drei Wochen geschlossen und die Gruppengröße werde auf 25 Kinder abgesenkt. Zudem müsse in Niederösterreich für fast 59.000 Kinder unter drei Jahren und rund 180.000 Kinder bis zehn Jahren das vielfältige Angebot für die Betreuung weiter ausgebaut werden, forderte Kranzl. In diesem Zusammenhang stelle sich auch die Frage, wie Eltern ihre Kinder tagsüber betreuen können, wenn sie selbst berufstätig seien. 85 Prozent aller Frauen im Alter zwischen 15 und 45 Jahren seien berufstätig. Wenn diese Broschüre auch Väter mehr motivieren möchte, die Betreuung der Kinder zu übernehmen, sei dies zwar erfreulich, derzeit seien aber nur 5 Prozent der Männer in Karenz. Das alles zusammen bringe aber die Erziehungsberechtigten in eine schwierige Situation: Denn nur unter 15 Prozent der Kindergärten in Niederösterreich hätten auch an Nachmittagen offen. „Ohne Kinder kann aber der Wohlstand in Österreich nicht aufrechterhalten werden“, warnte Kranzl.

Nähere Informationen: Büro LR Kranzl, Telefon 02742/9005-12340.


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