27.03.2006 | 09:38

Verstärkt auf Biosprit setzen

Plank: Führt kein Weg vorbei

An der weiteren Forcierung nachwachsender Rohstoffe als Energierohstoffe führt kein Weg vorbei. Auch die EU will mit einer neuen Initiative Erdölimporte zunehmend durch Biosprit aus der Landwirtschaft ersetzen. „Angesichts der dramatischen Perspektiven wie steigender Rohölpreis oder Versorgungsprobleme bei Erdgas muss rechtzeitig in alle verfügbaren erneuerbaren Alternativen investiert werden. Mit der Beimischung von Biosprit, dem Einsatz von RME (Raps-Methyl-Ester) oder Pflanzenöl und sogar Biogas als Treibstoff ist der Beginn zu größerer Unabhängigkeit von internationalen Rohölmärkten geschaffen“, betont dazu Umwelt-Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank im Zusammenhang mit der kürzlich präsentierten Studie der Arbeiterkammer zum Thema biogene Treibstoffe.

Die Zahlen der Arbeiterkammer sind für Plank nicht nachvollziehbar: Der Rohstoff für Bioethanol könnte durchaus in Österreich produziert werden, und zwar auf einer Fläche von rund 80.000 Hektar. In Österreich könnten insgesamt an die 300.000 Tonnen Ölsaaten angebaut werden, womit ein hoher heimischer Deckungsgrad für energetische Zwecke gegeben wäre.

Für die Erzeugung von Biosprit kommen neben Raps auch andere nachwachsende Rohstoffe wie zum Beispiel Rübenschnitzel in Frage. Damit kann ein Großteil der Rohstoffe auf brachliegenden Ackerflächen angebaut werden, womit viele Hunderte bäuerliche Arbeitsplätze in den Regionen und weitere Hunderte Arbeitsplätze im technischen Anlagenbau und durch Betrieb und Wartung von Anlagen abgesichert werden. „Die Wertschöpfung bleibt in der Region, die regionalen Strukturen werden dadurch gestärkt“, so Plank.

Der Gesamtbedarf an Biosprit kann österreichweit natürlich nicht abgedeckt werden, es wären Importe notwendig, beispielsweise aus Nachbarregionen. Erreicht die EU bis 2010 ihr Ziel, 5,75 Prozent des Treibstoffes durch Biosprit zu ersetzen, wäre insgesamt eine Anbaufläche von 17,5 Millionen Hektar notwendig. Österreich will dieses Ziel bereits bis 2008 erreichen.

„Es kommt vor allem auch darauf an, die breite Palette nachwachsender Rohstoffe zu nutzen, von der Biomasse aus Holz bis hin zu Biogas aus Mais, Gras und Energiegetreide. Wir müssen heute bereits die Weichen für die nächsten 20 bis 30 Jahre stellen, sonst könnte es vom Energiestandpunkt gesehen ein böses Erwachen geben“, unterstrich Plank.

Weitere Informationen: Büro LR Plank, e-mail christian.milota@noel.gv.at, Telefon 0676/552 59 39.


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