20.03.2006 | 13:16

Zum „Tag des Wassers 2006“ in Niederösterreich

Onodi: 99 Prozent durch Quell- oder Grundwasser versorgt

Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi und St. Pöltens Bürgermeister Mag. Matthias Stadler informierten heute in St. Pölten anlässlich des „Tages des Wassers 2006“ am 22. März über die Wasserwirtschaft in den Städten und Gemeinden Niederösterreichs.

Rund 99 Prozent der NiederösterreichInnen würden ihr kostbares Nass aus Quellen oder aus dem Grundwasser beziehen, „eine weltweit einzigartige Situation“, betonte dabei Onodi. In Niederösterreich würden rund 110 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr aus den öffentlichen Versorgungsanlagen entnommen, etwa 10 bis 15 Millionen Kubikmeter werden von Haushalten in Streulage gebraucht, die das Wasser von eigenen Brunnen beziehen. Dazu kämen noch die Landwirtschaft und die Industrie mit rund 100 Millionen Kubikmeter Wasserbedarf pro Jahr.

Zur Unterstützung beim Errichten, Erweitern, Erneuern und Sanieren von Anlagen sei - neben dem Einsatz von Bundesmitteln - der NÖ Wasserwirtschaftsfonds des Landes Niederösterreich eingerichtet worden, der 2005 bei 398 bewilligten Vorhaben und einer Investitionsgesamtsumme von 206,9 Millionen Euro allein 29 Millionen Euro aufgebracht habe. Von 2000 bis 2006 seien für diese Zwecke in Niederösterreich rund 1,5 Milliarden Euro ausgegeben worden. Onodi erinnerte auch an die „Internationale Dekade für die Aktion ‚Wasser für das Leben’“, ausgerufen von den Vereinten Nationen mit dem Ziel, jenen Anteil der Menschen bis 2015 zu halbieren, der keinen Zugang zu sauberem Wasser oder zur Entsorgung von Abwässern hat.

In St. Pölten seien im Jahr 2005 durch zwei Brunnenfelder 5.926.530 Kubikmeter Wasser gefördert und in das Netz geleitet worden. Aber nicht nur St. Pölten, sondern auch verschiedene Katastralgemeinden der Umgebung würden vom Wasserwerk der Landeshauptstadt profitieren, merkte Stadler an. Pro Kopf und Tag ergebe sich - die an Haushalte und die Industrie abgegebene Menge zusammengerechnet - im Jahresdurchschnitt ein Verbrauch von 237 Litern, und die Tendenz sei immer noch steigend.


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