17.03.2006 | 12:32

Marchfeld-Schnellstraße und Weinviertel-Schnellstraße

LH Pröll und BM Gorbach präsentierten heute die Großvorhaben

Nach der Traisental-Schnellstraße ist nun auch der Ausbau der Weinviertel-Schnellstraße S 3 und der Marchfeld-Schnellstraße S 8 „auf Schiene“. Die vierspurige Marchfeld-Schnellstraße mit Pannenstreifen und Mitteltrennung beginnt im Raum Raasdorf und führt Richtung Marchegg zum Grenzübergang Slowakei und hat eine Länge von 35 Kilometern. Das Einreichprojekt für das 600 Millionen Euro teure Vorhaben wird laut Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Oktober dieses Jahres vorliegen. Nach der Umweltverträglichkeitsprüfung 2007 bis 2008 soll 2009, auch in Abstimmung mit der S 1 – Ring um Wien, mit dem Bau dieser Straße begonnen werden.

Die Weinviertel-Schnellstraße von Stockerau bis zum Grenzübergang Kleinhaugsdorf (Länge 46 Kilometer, Kosten rund 145 Millionen Euro) erfolgt im Halbausbau (2 plus 1 Fahrstreifen) auf der bestehenden Strecke. Die Verkehrsfreigabe der Umfahrung Jetzelsdorf ist bereits im Juli dieses Jahres vorgesehen. Für den Abschnitt Hollabrunn – Jetzelsdorf ist das Einreichprojekt in Arbeit; Baubeginn soll 2008 sein. Auch für den Abschnitt Jetzelsdorf – Staatsgrenze ist das Einreichprojekt in Arbeit, der Ausbau wird in Abstimmung mit Tschechien erfolgen.

Landeshauptmann Pröll, der heute in Deutsch-Wagram gemeinsam mit Infrastrukturminister Hubert Gorbach die beiden Projekte vorstellte, erwartet sich vom Bau bzw. Ausbau dieser Straßen neben mehr Verkehrssicherheit und der Anbindung des Weinviertels an das internationale Straßennetz vor allem auch Impulse für die gesamte Region. Im Zuge der Bautätigkeit würden durch Aufträge 8.350 Arbeitsplätze abgesichert und durch Betriebsansiedlungen sowohl im Marchfeld als auch im westlichen Weinviertel 3.000 Arbeitsplätze geschaffen. Auch 30.000 Kraftfahrzeuge könnten verlagert und somit die Lebensqualität in den Orten erhöht werden. Außerdem bedeuten höherrangige Straßen mehr Verkehrssicherheit. Pröll: „Auf vierspurigen Straßen sinkt die Unfallhäufigkeit um bis zu 80 Prozent, und das trotz des zunehmenden Verkehrs.“

Möglich geworden ist dieser Ausbau durch die Aufnahme der beiden Straßen – ebenso wie der Traisental-Schnellstraße – in das Bundesstraßengesetz. Mit diesen drei Straßen, so Pröll, werde auch ein wichtiger Beitrag geleistet, den Ausbau des höherrangigen Straßennetzes in Niederösterreich in den nächsten acht bis neun Jahren abschließen zu können. Allein die Kosten für die Nordautobahn, die Weinviertel-Schnellstraße, die Marchfeld-Schnellstraße und den Ring um Wien im Weinviertel beziffert Pröll mit 1,9 Milliarden Euro.

Infrastrukturminister Gorbach betonte, dass sich drei der insgesamt fünf Straßen, die in das Bundesstraßengesetz aufgenommen wurden, in Niederösterreich befinden. Die Planung, der Bau und der Betrieb erfolgt damit durch den Bund (ASFINAG). Das ständig steigende Verkehrsaufkommen in der Region mache auf jeden Fall den Ausbau dieser beiden Straßen im Weinviertel notwendig.

Allein im Vorjahr wurden in Niederösterreich 403 Millionen Euro in den Ausbau der Autobahnen und Schnellstraßen investiert. Für den Zeitraum 2006 bis 2009 sind in Niederösterreich für den Bau bzw. Ausbau dieser Straßen 2,2 Milliarden Euro vorgesehen, wobei laut Gorbach die Traisental-Schnellstraße, die Weinviertel-Schnellstraße und die Marchfeld-Schnellstraße hier noch nicht berücksichtigt sind.


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