17.03.2006 | 10:15

Diskussionsveranstaltung zum Thema Krankenhaus-Standorte

Sobotka: Erhalt und Ausbau derzeitiger Standorte ist beste Lösung

Gestern, 16. März, fand in Maria Enzersdorf im Zusammenhang mit der Standortfrage rund um die Krankenhäuser Baden und Mödling eine Podiumsdiskussion statt. Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka suchte dabei den Dialog mit niedergelassenen Ärzten aus der Region, die der aktuellen Lösung teils kritisch gegenüber stehen.

„Es ist eine eindeutige Entscheidung gefallen und eine Einigung mit beiden Städten erzielt worden. Die Klinikstandorte Baden und Mödling bleiben als zwei Akutversorgungshäuser mit Spezialleistungen an beiden Standorten erhalten. Damit ist die beste Lösung für die Gesundheitsversorgung der Region gefunden worden“, betonte Sobotka. Es sei ihm dennoch ein Anliegen, über Kritikpunkte zu sprechen, da im Hinblick auf die Zukunft der Gesundheitsversorgung in der Region nicht leichtfertig über Meinungsverschiedenheiten hinweg gesehen werden dürfe.

Sobotka nannte bei der Diskussionsveranstaltung die aus seiner Sicht bestehenden Vorteile der „2-Häuser-Lösung“. So sei zum ersten Versorgungssicherheit nur durch den Erhalt beider Standorte gegeben. „Bei nur einem Krankenhausstandort können 35.000 Menschen aus der Region nicht innerhalb von 30 Minuten ein Spital erreichen. Das stellt ein enormes Gesundheitsrisiko dar“, so Sobotka. Darüber hinaus würden die beiden Krankenhäuser über verkehrsgünstige Standorte verfügen, was vor allem älteren Menschen sehr entgegen komme. Ein weiterer Vorteil sei, dass im Falle von zwei Spitälern besser auf individuelle Bedürfnisse der PatientInnen eingegangen werden könne.

Auch die Qualität der medizinischen Versorgung werde durch den Neubau der beiden Spitäler verbessert, und es stehe in beiden Häusern eine 24-Stunden Notfallversorgung zur Verfügung. Schließlich komme diese Lösung langfristig gesehen auch günstiger. Kleine Häuser würden wesentlich effizienter wirtschaften, außerdem seien Erweiterungs- und Entwicklungsmöglichkeiten an zwei Standorten besser. „Diese Kriterien zeigen, dass der Erhalt und Ausbau der derzeitigen Standorte die beste Lösung für die Region ist“, betonte Sobotka abschließend.

Die Anzahl der Betten beläuft sich im Landesklinikum Baden auf 330, im Landesklinikum Mödling auf 343. Im Jahr 2005 wurden am Standort Baden 18.081, am Standort Mödling 17.025 stationäre Aufnahmen verzeichnet. In Baden sind 670 MitarbeiterInnen, in Mödling 757 MitarbeiterInnen beschäftigt.

In Baden ist ein kompletter Neubau des Klinikums mit einem Gesundheitszentrum sowie die Errichtung eines Ausbildungszentrums geplant. Nach Inbetriebnahme des Klinikums wird das derzeitige Spitalsgebäude generalsaniert und einer Nutzung als Pflegeheim zugeführt.

In Mödling ist ein Teilabbruch der derzeitigen Bausubstanz mit anschließender Errichtung eines neuen Klinikums mit Gesundheitszentrum in drei Bauphasen geplant. Im heurigen Sommer soll es zur Beauftragung des Projekts sowie zur Planungsphase und Durchführung etwaiger Abbrucharbeiten kommen. Voraussichtlicher Baubeginn ist im Frühjahr 2008.

Nähere Informationen: Büro LR Sobotka, Christian Rädler, Telefon 02742/9005-12319, e-mail christian.raedler@noel.gv.at.


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