03.03.2006 | 11:47

Internationaler Frauentag am 8. März

Onodi: Auf Anliegen und Sorgen der Frauen aufmerksam machen

Am 8. März ist Internationaler Frauentag. Dieser Tag habe sich zu einem weltweiten Tag der Frauensolidarität zwischen allen Schichten und politischen Ausrichtungen entwickelt und sei auch ein Anlass, auf die Sorgen und Anliegen der Frauen in Österreich aufmerksam zu machen, so Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi. „Im Februar 2006 waren in Niederösterreich 20.003 Frauen arbeitslos.“ Das bedeute eine Zunahme von 781 Frauen oder 4,1 Prozent gegenüber Februar 2005. Dazu seien 2004 für Frauenarbeit durchschnittlich nur 67,2 Prozent des Männereinkommens bezahlt worden.

Auch der Mitte Februar 2006 in Brüssel präsentierte neue Gleichstellungsbericht der EU-Kommission bestätige diese Entwicklung: „Österreich nimmt mit rund 17 Prozent Einkommensunterschied als eines der reichsten Länder der EU einen traurigen Rang ein“, so Onodi. Eine Konsequenz aus diesen Entwicklungen sei auch, dass Frauen später weniger Pension bekommen.

Um die Frauen in ihrem Erwerbsleben zu fördern, sei ein Bundes-Frauenförderungsfonds von 100 Millionen Euro einzurichten, meinte Nationalratsabgeordnete Gabriele Binder-Maier. Mit diesem Fonds soll in den nächsten fünf Jahren auch der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen um mindestens drei Prozent verringert werden. Sie sprach sich auch für eine Reform des Kindergeldes und für einen Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen aus.


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