08.02.2006 | 11:52

„Dschingis Khan und seine Erben – das Weltreich der Mongolen“

Schallaburg-Ausstellung heuer vom 31. März bis 1. November

Anlässlich des 800-jährigen Gründungsjubiläums der Mongolei zeigt die Schallaburg heuer vom 31. März bis 1. November als Hauptausstellung „Dschingis Khan und seine Erben – das Weltreich der Mongolen“. Die Ausstellung widmet sich dabei nicht nur dem Wirken des ersten Großkhans und dem mongolischen Reich auf dem Höhepunkt seiner Macht, sondern stellt auch die vorangegangenen Traditionen sowie die Nachwirkungen der Mongolenherrschaft bis in die heutige Zeit und die wechselvolle Geschichte der Mongolei im 20. Jahrhundert vor.

Das Imperium des Dschingis Khan und seiner Nachfolger stand in einer langen Tradition nomadischer Staatsgründungen im eurasischen Steppengürtel, in seiner Blütezeit im 13. und 14. Jahrhundert erstreckte es sich vom Pazifischen Ozean bis nach Mitteleuropa. Für die Aufrechterhaltung der Macht des größten Reiches der Geschichte waren nicht nur erfolgreiche Eroberungen verantwortlich: Die Mongolen verstanden es auch, mit wirksamen Verwaltungsstrukturen, einer Förderung des Handels, einem modernen Pass- und Kurierwesen sowie einer weit reichenden religiösen und kulturellen Toleranz ihr riesiges Reich unter Kontrolle zu halten. Diese Maßnahmen begründeten die bis ins 16. Jahrhundert andauernde „Pax Mongolica“.

Die bereits in Deutschland erfolgreiche Ausstellung der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn in Kooperation mit dem Staatlichen Museum für Völkerkunde München wird auf Schloss Schallaburg in Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich, dem Kunsthistorischen Museum Wien und dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kunst präsentiert.

Die Ausstellungsabschnitte gehen u. a. auf die verschiedenen Reiche der Mongolen, deren Kriegskunst sowie auf die damalige Hauptstadt Karakorum ein. Unter den insgesamt mehr als 550 Exponaten befinden sich herausragende Kunstwerke aus den bedeutendsten Museen der Mongolei bzw. aus berühmten Sammlungen Ostasiens und Europas. Gezeigt werden einmalige Zeugnisse kultureller Wechselwirkung zwischen den nomadischen Eroberern und den sesshaften Völkern wie den Reichen der „Goldenen Horde“ in Russland, dem Ilkhanat in Persien oder der Yuan-Dynastie in China; dazu kommen kostbare Beispiele buddhistischer Kunst.

Das Begleitprogramm sieht u. a. ab 31. März eine „Mongolische Woche“ und ein Familienfest unter dem Motto „Das große Fest der Mongolen“ am 16./17. September vor; das Schlossrestaurant wird mit mongolischen Spezialitäten verwöhnen.

Nähere Informationen bei der Schallaburg Kulturbetriebsges.m.b.H. unter 02742/90 80 46-43, Mag. Ortrun Schandl, e-mail schandl@schallaburg.at und www.schallaburg.at.


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