07.02.2006 | 10:00

Stadtgemeinde Zistersdorf begeht heuer das Kuruzzenjahr

Anstich des „Kuruzzenbieres“ als Auftaktveranstaltung

Die Stadtgemeinde Zistersdorf begeht heuer aus Anlass der 300. Wiederkehr der blutigen Einfälle von ungarischen Aufständischen das „Kuruzzenjahr“, das nur alle 50 Jahren abgehalten wird. Als Auftaktveranstaltung findet am Freitag, 17. Februar, um 14 Uhr der Anstich des „Kuruzzenbieres“ statt, das von der Brauerei Zwettl kreiert wurde. Zwettl ist eine Partnerstadt von Zistersdorf.

Die Aufstände unter Ferenc II. Rákóczy führten die Kuruzzen, nach „Curuczi“, also „Kreuzfahrer“, benannt, gegen die absolutistische Herrschaft der Habsburger unter Leopold I. und Joseph I. von 1703 bis 1711 mehrmals in Südmähren, im nordöstlichen Niederösterreich, im heutigen Burgenland und in die Umgebung von Wien Überfälle durch. Bei einem dieser Vorstöße von durch die Steueraushebung der Österreicher bedrückte Bauern, durch beschäftigungslos gewordene Soldaten und auch durch Räuberbanden nahm Graf Simon Forgatsch mit seinem Heerhaufen am 17. Oktober 1706 nach kurzer Belagerung die Stadt Zistersdorf ein. Weite Teile der Stadt fielen in Schutt und Asche. Die Verteidiger, BewohnerInnen von Zistersdorf und Reitersoldaten, wurden in das Schloss zurückgedrängt und ergaben sich schließlich. Die Soldaten wurden abgeführt, viele BürgerInnen, nach Quellenangaben bis zu 800 Menschen, wurden getötet.


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