20.01.2006 | 11:54

„Anästhesie im Zentrum“

Enquete im Landhaus in St. Pölten

Der Niederösterreichische Gesundheits- und Sozialfonds und der Arbeitskreis der leitenden Anästhesisten in Niederösterreich veranstalteten gestern, Donnerstag, im Landhaus in St. Pölten die Enquete „Anästhesie im Zentrum“. Bei dieser Enquete präsentierten führende Mediziner die Ergebnisse eines Projekts mit dem Titel „Personal- und Organisationsentwicklung – Anästhesiologie und Intensivmedizin“. Ein Team aus hochkarätigen Fachleuten analysierte zudem die Situation der Anästhesie und erarbeitete gleichzeitig auch Vorschläge. An dieser Veranstaltung nahmen auch die Landesräte Mag. Wolfgang Sobotka und Emil Schabl teil.

Niederösterreichs Krankenhäuser brauchen laut dieser Studie zusätzliche Anästhesisten. 32 freie Facharztstellen können derzeit nicht besetzt werden. Als Gegenmaßnahme soll die Attraktivität dieses Faches erhöht, für ausreichenden Nachwuchs gesorgt und auch die Einkommenslage der Anästhesisten verbessert werden. Als Schlüsselmaßnahmen will man die Erfüllung bzw. Erweiterung von vier Kernkompetenzen der Anästhesie, vor, bei und nach einem Eingriff beim Patienten, eine Erweiterung der Dienstleistung, die Berechnung bzw. Bereinigung des Dienstpostenplans, die Erstellung eines Ausbildungs- und eines Rotationskonzepts für anästhesiologische Fachärzte. Die Anästhesiologie selbst sah man als „trouble shooter“ und als „zentraler Dienstleister“ des jeweiligen Krankenhauses.

Ein gut strukturiertes Lösungsszenario sei vorgelegt worden, meinte Sobotka, für den Anästhesiologie „eine Drehscheibe im Krankenhaus“ und eine „Nahtstelle“ ist. Was die Einkommenssituation betreffe, sei man in Niederösterreich mit solchen Problemen immer fertig geworden. Es sei jedenfalls Aufgabe der Politik, diese Probleme zu lösen.

Für die in der Studie aufgezeigten Probleme wolle man jetzt gemeinsame Lösungen, so Schabl. Man bräuchte mehr Planstellen für Anästhesiologie, es gebe aber auch unbesetzte Planstellen.


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