12.01.2006 | 09:57

Zistersdorf gedenkt der Zerstörung vor 300 Jahren

Stadtgemeinde begeht heuer das Kuruzzenjahr

In der Stadtgemeinde Zistersdorf (Bezirk Gänserndorf) gedenkt man heuer des „Kuruzzenjahrs“ - in Erinnerung an den 17. Oktober 1706. An diesem Tag zerstörte Graf Simon Forgatsch mit seinen rund 1.600 Mann zählenden ungarischen Aufständischen Zistersdorf. In der Stadt und im Schloss wurden bis zu 800 Menschen ermordet. Das war selbst für die Anhänger des Grafen zu viel: Er wurde abgesetzt und verurteilt, und die schwer beschädigte Stadt erhielt 20 Freijahre ohne Steuerabgabe.

Im Gedenken der Ereignisse vor 300 Jahren wurden heuer viele Veranstaltungen abgehalten. So wird am 20. Mai um 13 Uhr im Stadtmuseum die Sonderausstellung „Die Kuruzzen“ eröffnet. Als Hauptereignis findet am 24. und 25. Juni das Kuruzzenfest statt: Von einem Oldtimer-Treffen, einem Kuruzzen-Stadtlauf und einem Riesen-Feuerwerk bis zu einem Festumzug und einem „Spektakulum am Anger“ wird alles aufgeboten. Am 17. Oktober um 18 Uhr wird in einem Gottesdienst in der Zistersdorfer Pfarrkirche jener Toten gedacht, die vor dreihundert Jahren starben.

Weitere Informationen: www.zistersdorf.com.


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