30.12.2005 | 15:13

Oiswald soll das Wildnisgebiet Dürrenstein ergänzen

Naturwälder sollen zum Zentrum des Naturschutz-Tourismus werden

Der Oiswald, einer der letzten unberührten Naturwälder Niederösterreichs im Gebiet der Marktgemeinde Gaming (Bezirk Scheibbs), soll zu einem Zentrum für den Naturschutz-Tourismus werden und damit das Wildnisgebiet Dürrenstein ergänzen. In einer Machbarkeitsstudie, die 2006 von der Verwaltung des Wildnisgebietes in Zusammenarbeit mit den Anrainergemeinden durchgeführt wird, sollen Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Projektes erarbeitet werden.

Dabei geht es nicht nur um die Erklärung zum Naturschutzgebiet, das Vorhaben soll vielmehr als Impuls für die Regionalentwicklung positioniert werden. Die Kosten des Projekts, die von der EU, vom Land Niederösterreich und der Marktgemeinde Gaming getragen werden, betragen knapp 20.000 Euro. Eine entsprechende Förderung wurde vor kurzem unter dem Titel „Der Oiswald – ein Naturschutzprojekt als Impuls für das südwestliche Niederösterreich“ beschlossen.

Die Landesräte Dipl.Ing. Josef Plank und Emil Schabl sehen in diesem Projekt eine große Chance: Die geplante Ergänzung des bereits bestehenden Wildnisgebietes Dürrenstein durch den Oiswald stellt aus Sicht von Naturschutz-Landesrat Emil Schabl einen weiteren wichtigen Schritt in der konsequenten Naturschutzarbeit des Landes dar. „Die Erarbeitung und Umsetzung eines ausgereiften Besucherkonzeptes für den Oiswald bedeutet, dass das Wildnisgebiet Dürrenstein zu einer der größten Naturattraktionen in Ostösterreich wird. Das Konzept soll aufzeigen, wie sich der Naturschutz und die Tourismuswirtschaft positiv ergänzen können“, erklärt Schabl.

Umwelt-Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank gibt sich im Hinblick auf einen positiven Abschluss des Projektes sehr zuversichtlich. „Besonders begrüße ich die Tatsache, dass gemeinsam mit einem Naturschutzkonzept auch Überlegungen für regionalwirtschaftliche Impulse angestellt werden. Die Schutzgebietsverwaltung weiß auf Grund ihrer Erfahrungen, dass nur viel Ideenreichtum und Einfühlungsvermögen ein Zusammenführen der unterschiedlichen Interessen ermöglicht“, meint Plank.

In Bezug auf den rund 650 Hektar großen Oiswald an der niederösterreichisch-steirischen Landesgrenze verpflichten sich die Grundeigentümer und die zuständige Forstverwaltung in einem sechsjährigen, bis 2010 laufenden Moratorium, auf jegliche forstliche Nutzung und auf alle forstlichen Pflegemaßnahmen zu verzichten. Dieser Zeitraum soll zur Entwicklung und Evaluierung von Möglichkeiten für eine dauerhafte Sicherung dieser Naturwälder und zur Erschließung des Oiswaldes als „Vorzeige-Urwald“ für Besucher genutzt werden.

Die Förderung zur Sicherung des Oiswaldes von jährlich 10.000 Euro wird vom Land Niederösterreich getragen. Mit dem beantragten Projekt sollen die Planungen zur Einrichtung eines naturschutzrechtlich besonders geschützten Gebietes, z. B. eines Naturschutzgebietes, sowie für eine touristische Nutzung mit Besucherkonzept, Lehr- und Erlebnispfaden bzw. einer Info-Stelle durchgeführt werden.

Weitere Informationen zum Wildnisgebiet Dürrenstein: www.wildnisgebiet.at.


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