06.12.2005 | 09:10

Ehrenzeichen für drei Vorzeige-Wissenschafter

Pröll: Zukunftsweisende Ideen für Niederösterreich umgesetzt

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll überreichte gestern Abend im NÖ Landhaus in St. Pölten den Wissenschaftern Prof. Dr. Werner Biffl und Prof. Dr. Leopold März das „Goldene Komturkreuz des Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich“ sowie Prof. Dr. Peter Ruckenbauer das „Silberne Komturkreuz des Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich“.

Pröll würdigte das langjährige Wirken der Professoren, die ihre Fähigkeiten und Kontakte stets für das Interuniversitäre Forschungsinstitut für Agrarbiotechnologie (IFA) in Tulln und die Donau-Universität Krems eingesetzt haben. Diese Feierstunde sei auch ein Symbol für die gute Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und den neuen wissenschaftlichen Netzwerken, denen in Tulln und Krems genügend Platz zur nachhaltigen Entfaltung gegeben werde. Das Land Niederösterreich sei gerne Protektor der wissenschaftlichen Arbeit und habe mit diesen hohen Ehrenzeichen Persönlichkeiten gewürdigt, die zum Wohle der Gesellschaft vordenken und voll Selbstbewusstsein zu neuen Ufern aufbrechen.

Zudem betonte Pröll in seiner Laudatio die Wichtigkeit von Wissenschaft und Forschung für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich. Mit der Donau-Universität Krems und dem IFA in Tulln habe das Land bereits vor Jahren der zunehmenden Bedeutung von optimalen Ausbildungsmöglichkeiten im wissenschaftlichen Bereich Rechnung getragen.

Univ.Prof. Dr. Werner Biffl dankte im Namen der Ehrenzeichenträger für die hohen Auszeichnungen, die auch „das sprichwörtlich gute Miteinander“ von Land Niederösterreich, Donau-Universität Krems und IFA Tulln dokumentieren. Stolz sei er zudem auf die Aufwärtsentwicklung der universitären Einrichtungen des Landes, die zunehmend auch internationale Anerkennung finden. Weiters betonte Biffl, stolz darauf zu sein, für Niederösterreich arbeiten zu dürfen, und dankte „dem kongenialen Partner Pröll“ für die gute Zusammenarbeit.

Werner Biffl wurde am 30. Oktober 1939 in Wien geboren. Nach dem Abschluss des Studiums der Kulturtechnik an der Universität für Bodenkultur 1963 widmete er sich planerischen Tätigkeiten in einem Zivilingenieurbüro für Abwassertechnik. 1964 trat er als Universitätsassistent in die Lehrkanzel für Siedlungswasserbau ein. 1966 promovierte er zum Doktor der Bodenkultur, 1971 erfolgte die Habilitation. Zwischen 1980 und 1992 war Biffl Rektor, Prae- und Prorektor sowie Vorsitzender der Österreichischen Rektorenkonferenz. In dieser Zeit wurde unter seiner Mitwirkung auch das IFA Tulln realisiert. Zudem leitete er als Experte die NÖ Hochwasserplattform nach dem Hochwasser im August 2002.

Leopold März wurde am 5. Februar 1944 in Brünn geboren, begann nach der Mittelschule das Studium der Lebensmittel- und Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur in Wien und schloss es mit der Sponsion bzw. 1972 mit der Promotion ab. Zudem war er Gastprofessor in New York und Hamilton. März, von 1993 bis 2003 auch Rektor der Boku, unterstützte als Vorsitzender des Beirates des IFA Tulln und als Mitglied des Kuratoriums der Donau-Universität Krems die wissenschaftlichen Einrichtungen in Niederösterreich.

Peter Ruckenbauer wurde am 13. April 1939 in Wiener Neustadt geboren. 1965 schloss er sein Studium der Landwirtschaft an der Hochschule für Bodenkultur in Wien ab. 1977 erfolgte die Habilitation für das Fachgebiet Pflanzenzüchtung. Ruckenbauer war Ordinarius für Pflanzenbau an der Universität für Bodenkultur in Wien sowie zehn Jahre lang wissenschaftlicher Leiter des IFA in Tulln.


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