24.11.2005 | 13:05

„Entlassungsmanagement“ für NÖ Kliniken

Sobotka: „Land geht Rettungsdiensten einen Schritt entgegen“

Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka, auch Vorsitzender des „NÖ Gesundheits- und Sozialfonds“ (NÖGUS), präsentierte heute in St. Pölten ein Konzept zum Schnittstellen- bzw. Entlassungsmanagement in Niederösterreichs Krankenhäusern. Dabei sollen in Zusammenarbeit mit den NÖ Pensionisten- und Pflegeheimen, den mobilen Diensten der Volkshilfe, der Caritas, des Hilfswerks und des Roten Kreuzes, den NÖ Landeskliniken und der Rettungsleitstelle „LEBIG“ die Kommunikationswege und Abläufe im Krankentransport sowie in der Patientenübergabe systematisiert werden. Das Konzept besteht aus drei konkreten Veränderungen, mit denen eine Steigerung von Effizienz und Leistung erreicht werden soll. Kostensteigerungen soll das neue Konzept nicht mit sich bringen.

„Effizienzsteigerung ist keine Frage des Geldes, organisatorische Verbesserungen sind notwendig. Das Land Niederösterreich geht mit gutem Beispiel voran und den Rettungsorganisationen damit einen Schritt entgegen. Dieses Schnittstellenmanagement wird für die Rettungsdienste Erleichterungen bringen“, ist Sobotka überzeugt.

Die erste Maßnahme, von der man sich eine Verbesserung des Systems erwartet, betrifft die bessere Ausnützung der vorhandenen Ambulanzzeiten. So sollen PatientInnen künftig auf Termin in die Ambulanzen bestellt werden, und es müssen nicht mehr alle PatientInnen gleichzeitig transportiert werden. Angesichts der jährlich 1,3 Millionen ambulanten Patientenkontakte bzw. rund 370.000 stationärer PatientInnen, der etwa 2.600 Hubschrauberlandungen und der 55.000 Rettungstransporte von den Kliniken nach Hause soll diese Änderung eine bessere Einteilung von Personal sowie von Rettungsautos mit sich bringen.

Eine Verbesserung des Systems wird auch von der Verteilung der Patientenentlassungen über den ganzen Tag und nicht mehr nur am Vormittag erwartet. Zu guter Letzt sollen in den Niederösterreichischen Landeskliniken auch zentrale Aufnahmeabteilungen geschaffen werden, die PatientInnen rund um die Uhr stationär aufnehmen. Sämtliche Verbesserungen sollen in enger Kooperation mit der „LEBIG“ umgesetzt werden.

Zur Erstellung dieses Konzepts wurden Pilotversuche in den Kliniken Lilienfeld und Neunkirchen durchgeführt. Diese Versuche waren im vergangenen September gestartet worden und sollen bis Dezember dieses Jahres abgeschlossen sein; im Jänner soll laut Sobotka über die genaue Umsetzung in den niederösterreichischen Krankenhäusern entschieden werden.

Nähere Informationen: Büro LR Sobotka, Christian Rädler, Telefon 02742/9005-12319, e-mail christian.raedler@noel.gv.at.


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