09.11.2005 | 13:27

Schabl: Wertvolles Wildnisgebiet soll erweitert werden

Vertrag über den forstlichen Nutzungsverzicht unterzeichnet

„Meist sind es reine Glücksfälle, wenn unberührte Naturlandschaften und Wildnisgebiete bis in unsere Zeit erhalten geblieben sind. Es ist daher umso wichtiger, dafür zu sorgen, dass diese Kleinode der Natur nicht nur erhalten werden, sondern dass ihnen auch der entsprechende Raum zugebilligt wird“, sagte heute Niederösterreichs Naturschutz-Landesrat Emil Schabl. „Es freut mich daher besonders, dass wir nun einen Vertrag abschließen konnten, in dem bis 2010 ein forstlicher Nutzungsverzicht im Oiswald, der unmittelbar an das Wildnisgebiet Dürrenstein angrenzt, vereinbart wurde“, berichtete Schabl. Der Oiswald soll zu einem regionalwirtschaftlich interessanten naturtouristischen Angebot dieser Region bei gleichzeitiger Wahrung dessen naturschutzfachlicher Werte aufgebaut werden. Auch die Gemeinde Gaming, in deren Gemeindegebiet der Wald liegt, hat ihre Unterstützung zugesagt.

Das Land Niederösterreich sagt in dem Vertrag eine jährliche Förderung in der Höhe von 12.000 Euro zu. Im Gegenzug verzichtet die Forstverwaltung Langau auf die forstliche Nutzung. Die Planungsmaßnahmen bzw. die künftige Umsetzung soll von der Schutzgebietsverwaltung des Wildnisgebietes Dürrenstein in Abstimmung mit den zuständigen Abteilungen des Landes, dem Grundeigentümer und der Gemeinde sowie eventuellen weiteren Interessensgruppierungen koordiniert und durchgeführt werden. „Das Wildnisgebiet Dürrenstein stellt den größten montanen Urwaldrest Mitteleuropas dar. Das Gebiet beherbergt neben unberührter Fauna auch eine Reihe seltener Tierarten, wie den Steinadler oder den Luchs. Die nun erfolgte Unterzeichnung des Vertrages über den forstlichen Nutzungsverzicht des Oiswaldes ist ein wichtiger Schritt, um dieses wertvolle Naturjuwel weiter zu schützen und künftigen Generationen in seiner unberührten Schönheit zu erhalten“, meinte Schabl abschließend.


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