31.10.2005 | 12:05

NÖ Land- und Forstwirtschaft in Zahlen

„Grüner Bericht 2004“ liegt vor

Interessantes und Wissenswertes zur Entwicklung der Land- und Forstwirtschaft in Niederösterreich bietet der kürzlich erschienene „Grüne Bericht 2004“. Die 162 Seiten umfassende Darstellung belegt auch den Strukturveränderungsprozess in der heimischen Landwirtschaft. Insgesamt ging in den letzten 25 Jahren die Zahl der Personen in den landwirtschaftlichen Haushalten um rund ein Drittel zurück. Dem entsprechend ist auch die Zahl der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe gesunken.

„Ziel ist es, möglichst viele Familienbetriebe in ihrem Bestehen abzusichern, denn der Arbeitsplatz Bauernhof ist gesamtgesellschaftlich gesehen von großer Bedeutung“, erklärt dazu Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank. Dazu würden die bäuerlichen Familien auch ihrer Verantwortung für die Kulturlandschaft, für Naherholungsraum und Umwelt nachkommen. Das Land Niederösterreich werde deshalb auch in Zukunft alles zur Stärkung des ländlichen Raumes unternehmen.

Einschneidendes Ereignis im Jahr 2004 war die Erweiterung der Europäischen Union um weitere zehn Staaten. Befürchtungen, dass Niederösterreich mit billigen landwirtschaftlichen Produkten überschwemmt werden könnte, haben sich nicht bestätigt. Im Gegensatz dazu konnten die Exporte in die neuen Mitgliedsländer um 13,5 Prozent gesteigert werden.

Welchen Stellenwert die NÖ Landwirtschaft nach wie vor an der österreichischen Gesamtproduktion hat, lässt sich auch anhand einiger Zahlen verdeutlichen. Bundesweit gesehen betrug im Jahr 2004 der Produktionswert der Landwirtschaft fast 5,8 Milliarden Euro. Die Weizenproduktion beispielsweise betrug in Niederösterreich im Vorjahr 1.035.792 Tonnen, rund 60 Prozent des österreichischen Anteils. Bei der Gerste mit 594.355 Tonnen lag der Anteil bei 54 Prozent, bei den Kartoffeln mit 247.925 Tonnen bei 36 Prozent und bei den Zuckerrüben mit 2.162.650 Tonnen sogar bei 75 Prozent. Klar an der Spitze liegt Niederösterreich auch beim Weinbau. Die Weinernte in Niederösterreich betrug im Vorjahr 1.724.022 Hektoliter, österreichweit waren es insgesamt 2.750.000 Hektoliter.

Nähere Informationen: Abteilung Landwirtschaftsförderung beim Amt der NÖ Landesregierung, Telefon 02742/9005-12976, www.noel.gv.at/service/LF/LF3/GrueneBericht.htm.


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