20.10.2005 | 15:15

„Nucleoplastie“ am Landesklinikum St. Pölten

Verfahren schaltet Kreuzschmerzen aus

Am Landesklinikum St. Pölten setzt man verstärkt auf die Behandlung von Kreuzschmerzen, von denen rund 30 Prozent der ÖsterreicherInnen betroffen sind. Vermehrt wird hier auf eine patientenfreundliche Injektionsbehandlung, die so genannte „Nucleoplastie“, gesetzt.

Bei der „Nucleoplastie“ wird die Vorwölbung einer Bandscheibe mit einer Radiofrequenz-Sonde zum Schrumpfen gebracht und so der Druck auf die Bandscheibe verringert. Die eine Millimeter dicke Sonde wird durch eine Nadel unter Röntgen-Bildwandlerkontrolle in die betroffene Bandscheibe eingeführt. Auch in kleinen Wirbelgelenken können Schmerzen durch dieses Vorgehen „ausgeschaltet“ werden. Das Verfahren, das eine sehr exakte Behandlungsmethode darstellt, bewährt sich in 70 Prozent der Fälle.

Die Vorteile der Methode sind kurze Narben bis zu einem Millimeter und eine raschere Erholung der PatientInnen. Im besten Fall ist die auf diese Weise behandelte Person sofort nach dem Eingriff wieder schmerzfrei. Zudem können durch diese Methode unerwünschte Beschädigungen benachbarter Strukturen vermieden werden. Außerdem ist die „Nucleoplastie“ minimalinvasiv, operationsersetzend und damit auch kostensparend. Im Landesklinikum St. Pölten wurde bereits eine große Anzahl derartiger Eingriffe durchgeführt.

Nähere Informationen: Landesklinikum St. Pölten, Dipl. KH BW Anton Feilinger, Telefon 02742/300-2201, e-mail anton.feilinger@stpoelten.lknoe.at.


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