19.10.2005 | 11:21

Gemeinnütziger Verein „die möwe“ feiert 15-jähriges Bestehen

Bohuslav, Rauch-Kallat: Kindesmissbrauch enttabuisiert

Der gemeinnützige Kinderschutzverein „die möwe“ feiert heuer sein 15-jähriges Bestehen. Aus Anlass dieses Jubiläums fand heute in Mödling die Fachtagung „Kinderschutz – eine Herausforderung zur Kooperation“ mit Landesrätin Dr. Petra Bohuslav und Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat statt. „Themen wie Kinderschutz und Kinderrechte, Opferbetreuung und Prozessbegleitung haben ‚die möwe’ vor 15 Jahren erstmals öffentlich in die Diskussion eingebracht“, betonte Bohuslav. Dieser Tabubruch habe Hilfseinrichtungen und Hilfsangebote geschaffen, die heute nicht mehr wegzudenken seien.

„Fast 90 Prozent aller Fälle von Kindesmissbrauch finden in der Familie oder im engsten Freundes- und Bekanntenkreis statt. In Niederösterreich werden jährlich rund 4.000 Kinder missbraucht, österreichweit sind es rund 20.000“, erklärte Rauch-Kallat. Neben der Unterstützung und Betreuung der Betroffenen seien die Enttabuisierung des Themas und die Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit besonders wichtig. Mit den Einrichtungen in Mödling, Mistelbach, St. Pölten und Neunkirchen habe Niederösterreich ein flächendeckendes Netz an Kinderschutzzentren errichtet.

Seit 1989 bieten die „möwe“-Kinderschutzzentren kostenlose, rasche, anonyme, kompetente und effiziente Hilfe für misshandelte und sexuell missbrauchte Kinder an. Die überaus guten Erfahrungen mit dem Partnerverein „die möwe“ haben das Land veranlasst, den Betrieb und Ausbau der Kinderschutzzentren zu unterstützen.

Nähere Informationen: möwe-Kinderschutzzentrum Mödling, Telefon 02236/86 61 00-10, www.die-moewe.at.


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